Explosion in Feuerwerksfabrik: Zweites Opfer bestätigt

Am Mittwochmorgen ist es in einer Fabrik am Brienzersee zu einem folgenschweren Unglück gekommen. Dabei sind zwei Personen ums Leben gekommen: Wie die Ermittlungen ergaben, kam auch der zunächst vermisste Mitarbeiter ums Leben.

In der Feuerwerksfirma Hamberger im bernischen Oberried am Brienzersee hat sich am Mittwoch um 7.20 Uhr eine Explosion ereignet. Dabei sind zwei Angestellte ums Leben gekommen, wie die Kantonspolizei am Donnerstag mitteilte. Auch eine zunächst noch vermisste Person sei tot.

«Riesenchlapf» weckte die Anwohner

Die Explosion ereignete sich auf dem sogenannten Brandplatz ausserhalb des Firmengeländes. Die Angestellten waren damit beschäftigt gewesen, altes Material zu entsorgen. Gebäude seien bei der Explosion keine beschädigt worden. Eine Anwohnerin sagte der Nachrichtenagentur sda, der «Riesenchlapf» habe «einen fast aus dem Bett gejagt».

Was für Material die Firmenangestellten vernichten mussten, ist noch unklar. Die Ermittlungen laufen.

Grösste Feuerwerksfirma der Schweiz

Die Explosion war nicht der erste Unfall in der Firmengeschichte: 1959 kamen bei einer gewaltigen Detonation und anschliessendem Feuer etwa ein Dutzend Angestellte ums Leben. 1941 hatte ein Unfall zwölf Todesopfer gefordert. Die Hamberger Swiss Pyrotechnics AG ist laut der firmeneigenen Internetseite der grösste Hersteller von Feuerwerk und Pyrotechnik in der Schweiz.

Ferienresort anstelle der Fabrik geplant

«Es ist ein sehr weitläufiges Gelände, das übrigens nächstens gezügelt wird in die ehemalige Eidgenössische Pulverfabrik in Wimmis», erklärt SRF-Redaktor Christian Strübin. Die neuen Eigentümer hätten dies bereits bekanntgegeben. «Auf dem Terrain von Hamberger hat eine holländische Unternehmung die Absicht, ein grosses Ferienresort zu bauen.»

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Ein Toter und ein Vermisster

    Aus Schweiz aktuell vom 4.9.2013

    Bei einer Explosion in einer Feuerwerkfabrik im Berner Oberland ist heute morgen ein Arbeiter getötet worden, ein weiterer wird vermisst. Warum es zum Unfall kam, ist noch unklar.