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Bern Freiburg Wallis Facelifting für die Jugendherberge Bern

Die Jugendherberge unterhalb des Bundeshauses in Bern wird komplett saniert und erhält einen neuen Anbau. Ziel sei es, den Standard anzuheben, so die Betreiber. Eine Konkurrenz für die Hotellerie soll das Haus aber nicht sein.

Was in Bern ab dieser Woche gebaut wird, sei ein architektonisches Vorzeigeprojekt, heisst es in einer Mitteilung der Schweizer Jugendherbergen. Das alte denkmalgeschützte Haus im Berner Marziliquartier wird komplett saniert. Zudem entsteht nebenan ein neuer, freistehender Zimmertrakt. 10,9 Millionen kosten Sanierung und Neubau. Die Stadt Bern hat für den Umbau ein Darlehen gewährt.

Die wichtigsten Änderungen:

  • Die Zimmer werden redimensioniert. Neu hat es weniger Betten in den Zimmern. Das grösste Zimmer hat noch lediglich acht Betten – statt wie bisher 20 Betten. Dafür gibt es mehr Zweier- und Viererzimmer.
  • Die Toiletten und Duschen befinden sich zu einem grossen Teil nicht mehr auf der Etage, sondern in den Zimmern.
  • Die Aufenthaltsräume werden erneuert, es entsteht ein Bar- und Loungebereich und ein neuer Gartensitzplatz.
  • Auch Seminarräume werden neu angeboten.
  • Die Preise in den Massenschlägen steigen um etwa zehn Prozent von 34.50 auf 38 Franken. Die neuen Doppelzimmer sind für 110 Franken zu haben. Eine Familie im Vierbettzimmer zahlt 124 Franken.

Mit diesen Preisen bewegt sich die Jugendherberge im Bereich der billigen Hotels in Bern. Doch Fredi Gmür vom Verein der Schweizer Jugendherbergen will nicht von Konkurrenz sprechen. «Die Jugendherberge definiert sich ja nicht über ein Doppelzimmer mit Dusche und Toilette. Viel wichtiger sind die Aufenthaltsräume, wo die Besucherinnen und Besucher aufeinandertreffen und sich austauschen.» Es herrsche eine andere Stimmung als in einem anonymen Hotel, und die Zimmer seien in der Ausstattung auch sehr reduziert.

Standard aus den 50er-Jahren reicht nicht mehr

Zielgruppe des neuen Angebots im Herzen der Stadt Bern seien hauptsächlich Einzeltouristen und Schulklassen, die die Bundeshauptstadt besuchen wollen. Hinzu kämen Familien, denen man nun Familienzimmer anbieten werde.

Dass der Komfort verbessert wird, entspreche dem Bedürfnis der Kunden: «Der Standard aus den 50er-Jahren hat nicht mehr genügt. Vor allem die grossen Zimmereinheiten waren nicht mehr gefragt.»

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