Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Audio Mit dem Freiburger Fairplay-Beobachter zum «Risikospiel» abspielen. Laufzeit 05:08 Minuten.
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 27.05.2019.
Inhalt

Fairplay im Amateurfussball In Freiburg rügen Fairplay-Experten fehlbares Verhalten

Handgreifliche Spieler, schimpfende Trainer, pöbelnde Zuschauer: Fairplay-Personen sollen solches Verhalten verhindern.

Fairplay-Beobachter Jean-Daniel Berchier hat am Wochenende das 3. Liga-Spiel Fétigny-Courgevaux beobachtet. Ein «Risikospiel»: Fétigny kämpft um den Aufstieg, Courgevaux gegen den Abstieg. Trotzdem verlief das Spiel sehr fair, bilanzierte der Beobachter danach.

Die Fairplay-Beobachter

Personen-Box aufklappenPersonen-Box zuklappen
Die Fairplay-Beobachter

Um vermehrt faire Spiele zu haben, setzt der freiburgische Fussballverband sogenannte Fairplay-Personen ein. Diese beobachten, ob sich Spieler und Zuschauer fair benehmen. Am Ende des Spiels gibt der Beobachter den Mannschaften eine Rückmeldung – und verfasst auch einen Bericht zuhanden der Fairplay-Kommission. Diese entscheidet je nach Situation, ob sie den «fehlbaren» Klub kontaktiert oder nicht.

Dreimal lag ein Spieler nach einem Zweikampf zum Beispiel verletzt am Boden. «Die gegnerische Mannschaft unterbrach jeweils das Spiel», so Berchier. Nur den Trainer von Courgevaux musste er kurz ermahnen: «Er lief mehrmals auf das Spielfeld.»

Präventive Wirkung erhofft

Die Hemmschwelle im Fussball sei gesunken, findet Hans Kilchoer, Vizepräsident des Freiburger Fussballverbands: «Spieler rasten schneller aus.» Dem wolle man mit den 15 Fairplay-Personen entgegenwirken. «Es soll präventive Wirkung haben.»

Spieler rasten schneller aus.
Autor: Hans KilchoerVizepräsident Freiburger Fussballverband

Wenn neutrale Beobachter zu Fairplay aufrufen würden, habe das möglicherweise mehr Wirkung, als wenn dies die Klubverantwortlichen tun. Aber auch die Rolle der Trainer sei sehr wichtig, sagt Hans Kilchoer, «es gibt Trainer, die heizen die Stimmung auf». Das sei kontraproduktiv.

Schwarze Schafe die Ausnahme

Es sei schwierig, nach nur zwei Saisons die Wirkung der Fairplay-Personen zu messen, so Hans Kilchoer. Aber es sei eine wichtige Unterstützung für Trainer und Klubverantwortliche: «Sie können uns bei Problemen kontaktieren.» Klar gebe es auch schwarze Schafe betreffend Fairplay. Doch bei fast 100 Fussballklubs sei das eher die Ausnahme. «Wir haben doch viele gute Leute», so der Verbands-Vizepräsident.

Drei Herren schauen auf ein Spielfeld.
Legende: Ein Auge für Fairplay: Beobachter Jean-Daniel Berchier (links) mit Samuel Jacquat, Präsident der kantonalen Fairplay-Kommission (mitte) und Verbands-Vizepräsident Hans Kilchoer. Patrick Mülhauser/SRF
Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Manfred Sommer  (FrediSommer)
    Das grösste Problem in diesem Bereich ist die Unkenntnis der Spielregeln oder deren Interpretation durch die Spieler und Zuschauer. Es wäre wichtig, dass es im Interesse des Fussballverbandes sein sollte alle Spieler über die Spielregeln und der Interpretation dieser Regeln zu informieren.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen