Zum Inhalt springen

Bern Freiburg Wallis Festtage gut für Wintersportorte

Die Frequenzen auf den Bergbahnen und die Auslastung der Hotels über Weihnachten und Neujahr stimmen die Touristiker froh. Die Bilanz hat aber eine Kehrseite: Die Lawinensituation im Wallis ist ausserhalb der Pisten sehr gefährlich.

Die Sillernbahn in Adelboden-Lenk
Legende: Gute Festtage für die Bahnen der Region Adelboden-Lenk. zvg Photopress

Die Bahnen der Region Adelboden-Lenk verzeichneten am 30. Dezember einen Allzeit-Rekordtag mit 22'000 Besuchern. «Das ist ein wunderbarer Saisonauftakt. Dazu sieht es gar nicht nach einem Januarloch aus», freut sich der Adelbodner Tourismusdirektor Urs Pfenninger.

Ein tolles Jahr erwarten auch Zermatt oder Verbier im Wallis. Richtig Schnee gab es allerdings erst ab dem 26. Dezember und vorher räumten die Föhnstürme den Schnee ab. «Die Schneekanonen haben uns gerettet», sagt denn auch der Direktor der Bergbahnen Verbier. Das Skigebiet Schwarzsee im Freiburgischen meldet ebenfalls, dass die meisten Anlagen in Betrieb sind.

Guter Jahreswechsel auch für die Gastgeber

Auch die Hoteliers können sich freuen. Adelboden war in den letzten zwei Wochen zu 98 Prozent ausgebucht. Zermatt zählt 5 Prozent mehr Gäste. «Wer jetzt noch ein Hotelzimmer will, braucht Geduld und Glück», meldet Gstaad-Saanenland-Tourismus. Offenbar lassen sich die Gäste aus USA, Deutschland und England auch weniger vom teuren Franken abschrecken. Ihre Zahl nimmt wieder zu.

Ausserhalb der Pisten lauert der Lawinentod

Die Kehrseite der bisherigen Wintersaison ist die grosse Lawinengefahr vorab im Wallis. Am Sonntag lösten drei Skisportler im Unterwallis abermals drei Lawinen ausserhalb der Pisten aus, ein Mann starb, zwei Verschüttete konnten rechtzeitig geborgen werden. Die Kantonspolizei Wallis und die Rettungsorganisationen warnen täglich, man solle sich keinesfalls von der gesicherten Pisten entfernen. Die Lawinengefahr sei enorm und im Gelände kaum sichtbar.