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Bern Freiburg Wallis Finanzausgleich: Der Kanton Bern erhält am meisten

Der Kanton Bern erhält 2015 aus dem Finanzausgleich 1,233 Milliarden Franken – so viel wie kein anderer Kanton. Wegen der Bevölkerungszunahme hat der Betrag pro Kopf um fünf Franken abgenommen.

Der Finanzausgleich zwischen den reichen und den armen Kantonen und dem Bund ist eine riesige Umverteilaktion von rund 4,9 Milliarden Franken. Am Dienstag hat der Bund bekannt gegeben, welcher Kanton nächstes Jahr wie viel erhält.

Einmal mehr gibt es am meisten Geld für den Kanton Bern: 1,233 Milliarden Franken. Rund ein Viertel aus dem Umverteilungspaket kassiert somit der Kanton Bern. Das ist praktisch gleich viel wie 2014.

Für jeden Bewohner des Kantons gibt es künftig 1253 Franken, fünf Franken weniger als noch dieses Jahr. Der Kanton Bern befürchtete im Vorfeld, dass ihm die Gelder gekürzt werden.

Die oft geäusserte Kritik, dass es für Nehmerkantone zu wenig Anreize gebe, sich zu verbessern, wies der Kanton Bern als grösster Netto-Bezüger zurück. «Jeder Kanton ist bemüht, sich zu verbessern und auf tiefere Nettoausgleichszahlungen hinzuarbeiten», sagte Gerhard Engel, stellvertretender Generalsekretär der Berner Finanzdirektion.

Legende:
Interkantonaler Finanzausgleich pro Kopf und Kanton 2015 Finanzausgleichszahlungen 2015 pro Einwohner und Kanton. Grün sind die Beträge pro Einwohner und Kanton, die in den Genuss des Finanzausgleich kommen. Rot sind die Beträge pro Kopf und Kanton, die die Ausgleichszahlungen leisten. Eidgenössische Finanzverwaltung

Freiburg weniger, Wallis mehr

Der Kanton Freiburg erhält nächstes Jahr 417 Millionen Franken, das sind 26 Millionen weniger als noch dieses Jahr. Pro Einwohner gibt es 1500 Franken. Das Wallis erhält 46 Millionen Franken mehr, insgesamt 560 Millionen, pro Einwohner somit 1800 Franken.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von R Bigler, Bern
    @Zunger: Die "Beamtenstadt" Bern bezahlt den Hauptanteil des Kantons internen Finanzausgleichs (2/3 der Steuereinnahmen der Stadt) an die konservativen, Reform unwilligen, kostenintensiven Kleinstgemeinden in den ländlichen SVP Hochburgen. So gesehen ist die interkantonale Kostenbeteiligung der schweizerischen SVP Hochburgen an der Misswirtschaft ihrer sturen Berner Parteigenossen mehr als angebracht...
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  • Kommentar von P Zunger, Basel
    Ein bedenkliches Armutszeugnis: genau Bern mit den Herscharen von bestbezahlten Bundesbeamten (sie srf news vom 9.12.2013) muss von der ganzen CH noch finanziell unterstützt werden. Bestätigt nur mal wieder: Misswirtschaft ist da am grössten, wo die Beamten sind. Eine Tatsache mit Charakter eines Naturgesetzes. Gilt überall: in Brüssel, Berlin, Paris, Rom, Washington, etc. Auch Gegenteil gilt: geringe Beamtendichte=solides Wirtschaften, zB in Ostschweiz, Innerschweiz, Baden-Würthenberg, etc.
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    1. Antwort von Vittorio Leone, Italia
      Dem kann ich nur beipflichten!!!
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