Freiburg und die Folgen der Unternehmenssteuer-Reform

Wenn der Kanton Freiburg die Unternehmenssteuer senkt, freuen sich viele Firmen. Damit dem Kanton die Einnahmen aber nicht einfach so wegbrechen, ist die Freiburger Wirtschaft bereit, eine Investition in die Zukunft zu tätigen.

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Bildlegende: Staatsrat Georges Godel erklärt den Deal mit der Freiburger Wirtschaft. Keystone

Der Kanton Freiburg senkt die Unternehmenssteuer um fast 6 Prozentpunkte. So will man verhindern, dass Firmen mit Sitz in der Schweiz, welche ihre Gewinne im Ausland erwirtschaften, dem Kanton den Rücken kehren - weil diese künftig nicht mehr von Steuererleichterungen profitieren.

Doch nicht nur diese Firmen profitieren vom Steuergeschenk - sondern auch alle anderen. Dem Staat gehen so aber, laut Angaben der Behörden, vorerst bis zu 35 - später bis zu 80 Millionen Franken verloren. Die Freiburger Wirtschaft ist jetzt aber bereit, als eine Art Ausgleichszahlung zu leisten:

Sie stecken jährlich rund 22 Millionen Franken in die Berufsbildung und in die ausserschulische Kinderbetreuung. Dies sei auch im Interesse der Unternehmen, ist Staatsrat Georges Godel überzeugt.