Swiss Space Systems Freiburger Justiz ermittelt gegen S3-Gründer wegen Irreführung

Die Freiburger Justiz hat gegen den Gründer des Unternehmens Swiss Space Systems (S3) ein Strafverfahren eröffnet. Er steht im Verdacht, einen Brandanschlag gegen ihn Ende August 2016 inszeniert zu haben.

Eine Computeranimation eines Flugzeugs. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Weltraumflüge mit dem Space Shuttle «Soar» – das war der Plan von S3. ZVG/Swiss Space Systems

Gegen den S3-Gründer Pascal Jaussi ist ein Strafverfahren wegen Irreführung der Rechtspflege, Brandstiftung und Urkundenfälschung eröffnet worden, wie die Staatsanwaltschaft des Kantons Freiburg am Dienstag mitteilte. Grund dafür ist eine angebliche Attacke von Ende August.

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S3 konkurs

Das Raumfahrtunternehmen mit Sitz in Payerne VD war Mitte Dezember von einem Waadtländer Regionalgericht in Konkurs geschickt worden. Das Urteil trat vor einer Woche in Kraft, nachdem das Raumfahrt-Unternehmen den Rekurs gegen den Entscheid zurückgezogen hatte.

Der Gründer des Raumfahrtunternehmens war damals mit Brandverletzungen im Gesicht, am Brustkorb und am Hals in einem Wald bei Aumont FR aufgefunden worden. Er hatte angegeben, von Unbekannten angegriffen worden zu sein.

Alles nur Show?

Im Laufe der Ermittlungen gab Jaussi diese Version bei drei Befragungen der Polizei an. Nach intensiven Ermittlungen, der Auswertung der Handy-Daten sowie der Befragung von rund 40 Personen steht für die Freiburger Justiz aber eine Inszenierung im Vordergrund.

Für den Beschuldigten gelte die Unschuldsvermutung, betonte die Freiburger Staatsanwaltschaft am Dienstag. Sie führt ihre Ermittlungen weiter und will zudem auch von der Waadtländer Justiz das Verfahren zum Konkurs von Swiss Space Systems übernehmen.

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