Gefahr am Eiger gebannt

Der seit Tagen erwartete Gletscherabbruch am Eiger ist erfolgt: An der Westflanke sind innert 24 Stunden fast 20'000 Kubikmeter Eis in mehreren Abbrüchen abgestürzt.

BildlegendeRund 20‘000 Kubikmeter Eis sind abgebrochen. BildlegendeJungfraubahnen

Die Gefahr beim Hängegletscher am Eiger ist gebannt. Die vorsorglichen Sicherheitsabsperrungen konnten aufgehoben werden. Alle Wanderwege seien ab sofort wieder offen, teilten die Jungfraubahnen mit, die Infrastruktur-Anlagen seien unbeschädigt geblieben.

Der Umfang des Eisabbruchs entspricht den Prognosen. Ereignisse dieser Grössenordnung kommen erfahrungsgemäss rund einmal pro Jahrzehnt vor, kleinere Abbrüche gibt es alle Jahre wieder. Den letzten ganz grossen Abbruch mit nahezu 100'000 Kubikmetern Eis gab es im August 1990.

Seit vergangenem März kommt ein modernes Überwachungssystem zum Einsatz. So wurde vor etwa zehn Tagen bemerkt, dass sich die Geschwindigkeit des Gletschers markant veränderten – von den üblichen 5 auf mehr als 60 Zentimeter pro Tag.

Aufgrund dieser Daten wurden am Sonntag die gefährdeten Bereiche bei der Station Eigergletscher gesperrt. Nach dem Eisabbruch gingen die Geschwindigkeit der Eisbewegung wieder zurück.