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Bern Freiburg Wallis «Gehen heisst, vor seiner Verantwortung zu flüchten»

Der Walliser Staatsrat Maurice Tornay will nichts wissen von Rücktritt. Diesen forderten die Linksparteien im Walliser Kantonsparlament, bei der Beratung des PUK-Berichts zur Walliser Spitalpolitik der vergangenen Jahre.

Porträt von Maurice Tornay.
Legende: Maurice Tornay Silvia Graber/SRF

Die Emotionen gingen hoch am Donnerstag im Walliser Kantonsparlament. Auslöser war die Diskussion über den Bericht der Parlamentarischen Untersuchungskommission PUK zum Spital Wallis.

Der Bericht, dessen Inhalt schon länger bekannt ist, kommt dabei zu einem vernichtenden Urteil. Auf allen Ebenen seien Fehler gemacht worden. Betroffen seien der Staatsrat, der Verwaltungsrat des Spitals Wallis in Sitten und bei der Zentraldirektion des Spitals Unterwallis.

Kein Rücktritt - aber auch keine Wiederwahl?

Die Linksparteien im Walliser Grossen Rat haben in der Folge den Rücktritt von Staatsrat Maurice Tornay (CVP) gefordert. Die FDP bescheinigte dem heutigen Finanzdirektor einen Mangel an Demut sowie einen rückständigen Führungsstil. Die Partei von Tornay stellte sich hinter ihren Staatsrat.

Der attackierte Staatsrat Tornay gab sich selbstkritisch. Er räumte ein, dass er Warnsignalen mehr Aufmerksamkeit hätte schenken und den Dialog verstärken müssen. «Gehen heisst, vor seiner Verantwortung zu flüchten», so Tornay. Ob er bei den nächsten Wahlen aber nochmals antritt, liess er gegenüber Radio SRF offen.