Georg-Fischer-Tochter baut neue Fabrik in Biel

Eine Tochter des Industriekonzerns Georg Fischer zieht 2018 in eine neue Fabrik im Bieler Bözingenfeld. Die Gesamtinvestition für das Fräsmaschinenwerk wird auf rund 100 Millionen Franken geschätzt. Mehrere hundert Arbeitsplätze werden zum Teil neu geschaffen oder nach Biel verlegt.

Die Fabrik in Nidau von aussen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Trotz Frankenstärke: Georg Fischer investiert in den teuren Werkplatz Schweiz. Keystone

Die Mikron Agie Charmilles AG, eine Tochter des Schaffhauser Industrieunternehmens Georg Fischer, wird von der Stadt Biel eine Fläche von rund 29'000 Quadratmetern für die Erstellung eines Produktions- und Verwaltungsgebäudes im Baurecht erwerben, wie die bernische Volkswirtschaftsdirektion mitteilte.

Der Baustart ist für 2016 geplant, sofern die Bieler Stimmbevölkerung dem Geschäft im kommenden November zustimmt. In Biel werden die Produktion und die Forschung des Unternehmens in den Bereichen Fräsmaschinen, Spindelproduktion und Lasermaschinen konzentriert. Es investiert 100 Millionen Franken in das neue Werk.

Die Georg-Fischer-Tochter betreibt bereits heute ein Werkzeugmaschinenwerk in Nidau, das nun an seine Kapazitätsgrenzen stösst. In Nidau gibt es heute rund 250 Arbeitsplätze. In den kommenden zehn Jahren soll die Zahl im Werk Biel auf rund 460 Mitarbeitende steigen.

«Industriestandort weiterentwickeln»

Kleiner Wermutstropfen: Es entstehen nicht alles neue Arbeitsplätze. Bestehende Werke in Luterbach und Ipsach werden geschlossen, bestehende Arbeitsplätze von dort und von Nidau nach Biel verlegt. Von den 460 Arbeitsplätzen werden nur rund 100 neu sein.

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Stadtpräsident erfreut

Der Bieler Stadtpräsident Erich Fehr freut sich über die Ansiedlung einer Tochterfirma des Georg Fischer Konzerns im Bözingenfeld. Neben den neuen Stadien entstehe ein «industrieller Leuchtturm», sagte Fehr vor den Medien.

Die bestehende Zusammenarbeit von Georg Fischer mit dem Swiss Innovation Park in Biel helfe mit, den Hightech-Industriestandort Kanton Bern weiterzuentwickeln, sagte Volkswirtschaftsdirektor Andreas Rickenbacher vor den Medien in Biel.

Für das Unternehmen war die Nähe zu Forschung und Ausbildung tatsächlich ein wichtiges Argument für den Bauentscheid in Biel. «Wir haben hier die Chance, Innovation und Qualität so zusammenzubringen, dass wir auch Erfolg haben», so Bernhard Iseli, Chef der Mikron Agie Charmilles AG.

Dass ein weltweit tätiger Industriekonzern gerade auch in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld in diesem Ausmass investieren wolle, sei für die Stadt Biel und den Kanton Bern von grosser Bedeutung.

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