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Bern Freiburg Wallis Gesucht: Fachkräfte fürs Jugendheim Prêles

Nach einer langen Um- und Ausbauphase wäre das Jugendheim Prêles im Berner Jura nun bereit für die Eröffnung seiner dritten geschlossenen Wohngruppe. Nur: Es fehlt an diplomierten Sozialpädagogen. Viele Institutionen im Kanton Bern kennen das Problem.

Legende: Video «Jugendheim Prêles auf der Suche nach gutem Personal» abspielen. Laufzeit 5:28 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 15.11.2013.

Das Heim auf dem Tessenberg bietet Platz für 70 Jugendliche in offenen, halboffenen und geschlossenen Wohngruppen – eine der drei geschlossenen Wohngruppen bleibt aber bis heute verwaist. «Es ist generell schwierig, auf dem Schweizer Markt Sozialpädagogen zu finden», sagt Ursula Muther, Direktorin des Jugendheims. «Bei uns kommen die Zweisprachigkeit und der Standort erschwerend hinzu.»

Das Jugendheim Prêles ist bei seiner erfolglosen Suche nach Sozialpädagogen nicht allein. Viele Institutionen kennen das Problem. Denn auch die Lohnbedingungen im Kanton Bern motivieren nicht: Wegen des Spardrucks sind die Löhne für Sozialpädagogen im geschlossenen Bereich im Schnitt 500 Franken tiefer als in umliegenden Kantonen.

Auch der Nachwuchs an der Berner Fachhochschule für Soziale Arbeit ist einer solchen Stelle eher abgeneigt. Eine Umfrage zeigt: Die Studierenden empfinden die Arbeit im geschlossenen Bereich als sehr schwierig. Mit Jugendlichen zu arbeiten, die unter Zwang stehen, ist nicht ihr Ziel.

2 Kommentare

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  • Kommentar von T.Hofer, Rosshäusern
    (...Fortsetzung) Genau dieser Umstand wäre aber mal grundsätzlich zu diskutieren. Durch die einseitige theorielastige Fokussierung entsteht, wie in andern Bereichen der Betrreung auch, zunehmend ein Ungleichgewicht mit unschönen Folgen: Wo es an Standhaftigkeit in der Praxis mangelt, wird oft durch Ausweitung von Theorien nach Lösungen gesucht. Das kann rasch in eine Abwärtsspirale führen, Erfolge sinken und Burnout-Fälle nehmen zu... was den Job für Neueinsteiger nicht gerade attraktiver macht.
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  • Kommentar von T.Hofer, Rosshäusern
    Wenn man für die Besetzung einer Stelle keine Leute findet, sucht man unter Umständen nach den Falschen. Wer eine solch akademisch geprägte Ausbildung absolviert, wage ich zu behaupten, ist tendenziell nicht unbedingt der Typ für den Knochenjob des alltäglichen Umgangs mit den harten Brocken. Ich will damit nicht den Wert fachlicher Kompetenz in Frage stellen und bin mir bewusst, dass es bezüglich Qualifkationen des Personals klare Vorgaben einzuhalten gilt. (Fortsetzung folgt...)
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