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Bern Freiburg Wallis Gewässerregulierung: «Wir sind keine Schiedsrichter»

Seit Tagen sind Bernhard Schudel und sein Team von der kantonalen Gewässerregulierung im Dauereinsatz. Sie steuern die Wasserstände bei den grossen Seen im Kanton Bern. Hektik sei da fehl am Platz.

Da fliessen die Wasserstands-Daten zusammen: Bernhard Schudel (links) und Bernhard Wehren, Leiter Regulierdienst.
Legende: Da fliessen die Wasserstands-Daten zusammen: Bernhard Schudel (links) und Bernhard Wehren, Leiter Regulierdienst. Brigitte Mader/SRF

Tag und Nacht war das Team von Bernhard Schudel in dieser Hochwasser-Woche im Einsatz, beobachtete die Wasserstände, entschied, wo wieviel Wasser abfliessen darf. Das Regulier-Reglement bestimmt, was drin liegt, was nicht.

Rücksicht nehmen auf die Ansprüche Einzelner, das hat keinen Platz. «Wir sind keine Schiedsrichter. Unsere Aufgabe ist es, die Wassermassen dosiert abzubauen.» Zaubern könne man jedoch nicht. Wenn es zuviel Wasser habe, dann seien auch die Regulierer machtlos.

Schudel ist seit 2005 Chef der Berner Gewässerregulierung. Sein Vorgänger habe ihm bei der Schlüsselübergabe gesagt, ein Hochwasser wie 1999 werde es kaum nochmals geben. Es kam anders. Schon im ersten Amtsjahr gab es erneut eine Ausnahme-Situation.

Und auch das aktuelle Hochwasser ist noch nicht ausgestanden. Die Anspannung sei gross. In der Nacht wache er oft auf und kontrolliere die Wasserstände im Internet oder gehe dann auch ins Büro, um seinen Mitarbeitenden beizustehen.

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