Grösste Schweizer Buchbinderei kämpft ums Überleben

Das Personal der Schumacher AG im freiburgischen Schmitten verzichtet auf den 13. Monatslohn. Zudem zahlt eine Stiftung zwei Jahre lang die Pensionskassenbeiträge für die Firma. Das gibt der Buchbinderei finanziell etwas Luft. Doch die Probleme bleiben.

Die Buchindustrie ist unter Druck. Im digitalen Zeitalter wird immer weniger gedruckt. Doch das sei nicht das Hauptproblem, sagt Raoul Philipona, Verwaltungsratspräsident und Hauptaktionär.

Immer mehr Schweizer Firmen liessen im günstigen Ausland produzieren. «Wenn vom Schweizer Bürger bezahlte Lehrmittel im Ausland hergestellt werden, kann man sich schon fragen».

Über den Preis könne man der ausländische Konkurrenz nicht die Stange halten. «Wir müssen qualitativ besser sein», betont Raoul Philipona. Das Unternehmen biete hohe Produktesicherheit und sei sehr flexibel. Bereits kämen verlorene Kunden wieder aus dem Ausland zurück.

2008 beschäftigte die Buchbinderei Schumacher AG in Schmitten noch 240 Leute. Heute hat die grösste Schweizer Buchbinderei noch 140 Angestellte. Nächstes Jahr feiert das Traditionsunternehmen seinen 175 Geburtstag.