Gewalt im Sport Grossaufgebot der Polizei wegen Fussballfans nötig

Der Fussballmatch YB-Sion hat die Kantonspolizei Bern am Sonntag auf Trab gehalten. Sie verhinderte ein Aufeinandertreffen der beiden verfeindeten Fan-Lager in der Innenstadt und am Bahnhof.

Weil Sion-Fans auf dem Weg zum Stadion zahlreiche Petarden zündeten, kontrollierte die Polizei drei Dutzend Gästefans, wie Polizeisprecherin Ramona Mock am Abend auf Anfrage sagte. Drei Sion-Fans wurden vorübergehend festgehalten, sie werden sich wegen Widerhandlungen gegen das Sprengstoffgesetz vor der Justiz verantworten müssen.

Ein Mann mit Petarde. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Petarden gehören für viele Fans zu einem gelungenen Fussballspiel. Keystone/Symbolbild

Beim letzten Spiel der beiden Klubs im November waren sieben Gästefans beim Bahnhof Bern verletzt wurden. Sie waren von Vermummten angegriffen worden. Die Polizei sah deshalb fürs Spiel von diesem Sonntag ein Gewaltpotenzial, zumal sich die Gästefans laut Polizei nicht dazu bewegen liessen, direkt die S-Bahn-Haltestelle Wankdorf anzufahren.

Sie zogen es vor, am Bahnhof Bern auszusteigen. Dort kam es laut Polizei zu einzelnen Scharmützeln mit YB-Fans. Ein Aufeinandertreffen der Fanlager konnte die Polizei verhindern. Gemäss Beobachtern waren zahlreiche Polizisten im Einsatz, beim Bahnhof war zudem ein Wasserwerfer postiert.