Groupe E reinigt mit künstlichem Hochwasser die Saane

Der Freiburger Energiekonzern erzeugt am Mittwoch und Donnerstag zwischen dem Greyerzer- und dem Schiffenensee ein künstliches Hochwasser. Es geht darum, das Bett der Saane von schädlichen Algen zu säubern.

Die Staumauer von oben. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Schleusen auf: Die Staumauer Rossens erzeugt am Mittwoch und Donnerstag ein künstliches Hochwasser. Matthias Haymoz/SRF

Die Bevölkerung ruft der Energiekonzern auf, während der 28-stündigen Aktion die Ufer der Saane zu meiden, wie er und der Kanton Freiburg am Freitag mitteilten. Bis zu 255 Kubikmeter Wasser pro Sekunde wird Groupe E durch die Schleusen der Greyerzersee-Staumauer bei Rossens abfliessen lassen.

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Eine Premiere

Es wird das erste künstlich erzeugte Hochwasser des Kantons Freiburg sein. Wissenschaftler werden dessen Wirksamkeit untersuchen, um diese Methode allenfalls auch andernorts anzuwenden.

Das ist bis zu 100 mal mehr als normalerweise. Um diese Wassermengen aufzunehmen, wird vorher der Wasserspiegel des flussabwärts liegenden Schiffenen-Stausees um 1,5 Meter gesenkt.

Schädlich für Fische und wirbellose Tiere

Das künstliche Hochwasser soll Grünalgen fortschwemmen und das Geschiebe im Flussbett in Bewegung setzen, so dass Fische bessere Laichplätze und Lebensräume finden. Seit dem Bau der Staumauer von Rossens fördere der Mangel an natürlichen Hochwassern die Ausbreitung der genannten Algen, heisst es in der Mitteilung.

Auch verfestige sich die Gewässersohle, was sich negativ auf die Fortpflanzung der Fische und von wirbellosen Tieren auswirke.