Hochspezialisierte Medizin in Sitten nur mit Uni-Verbindung

Das Spital Sitten kann auch weiterhin hochspezialisierte Medizin anbieten. Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung.

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Bildlegende: Das Spital Sitten soll weiterhin Spitzenmedizinn anbieten. Keystone

Das Operationsteam des Spitals Sitten verfüge über eine gute Qualität. Zu diesem Schluss kommt Prof. Jean-Jacques Houben, der von der Walliser Regierung beauftragt war, die Spitzenmedizin des Spitals zu prüfen. Das Team sei fähig, auch hochspezialisierte Eingriffe vorzunehmen. Im Wallis gebe es aber zu wenige Fälle, damit dieses Team auch genügend Erfahrung sammeln könne. Er schlägt darum vor, dass das Spital Sitten die Zusammenarbeit mit einem Universitätsspital suche und in hochspezialisierten Bereichen nur noch in dieser Zusammenarbeit operiere.

Die Überprüfung des Experten hat auch gezeigt, dass die postoperative Sterberate in diesen Bereichen höher ist als im Schweizer Mittel. Diese Zahlen seien allerdings nicht repräsentativ genug, weil es für diesen Vergleich im Wallis zu wenig Fälle gebe. Zudem habe die Überprüfung gezeigt, dass zum Teil auch Eingriffe vorgenommen wurden an Patienten, bei denen das keinen Sinn mehr gemacht habe.

Die Walliser Regierung will jetzt den von dem Experten vorgeschlagenen Weg gehen. Die zuständige Staatsrätin Esther Waeber-Kalbermatten: «Wir haben bereits einen entsprechenden Vertrag mit dem CHUV in Lausanne abgeschlossen. Wir wollen unsere Spitzenmedizin in diesem Sinn erhalten.»