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Bern Freiburg Wallis Immer mehr Jugendliche werden betrieben

Weil Jugendliche häufig online Produkte bestellen und mit Kreditkarten bezahlen, verlieren diese den Überblick über ihre Finanzen. Sie können deshalb ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen und werden betrieben. Um die Probleme abzufedern, bietet die Stadt Bern Budget-Infoanlässe an.

Was tun, damit am Ende des Monats noch Geld übrig ist? Gerade für junge Erwachsene in Ausbildung ist diese Frage nicht selten eine Knacknuss. Sie bedeutet: den Verlockungen der Konsumwelt widerstehen; den Lehrlingslohn gut einteilen oder sich im Freundeskreis gegen den Gruppendruck abgrenzen.

Den meisten der vom «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF befragten Lehrlingen der Gewerblich-industriellen Berufsschule Bern haben das Problem nach eigenen Angaben einigermassen im Griff. Es komme aber schon vor, dass sich hie und da mal ein Loch in der Kasse auftue, sagt ein Lehrling. Dann bliebe er eben zuhause statt in den Ausgang zu gehen.

Legende: Video Weshalb sich Jugendliche verschulden (23.11.2016) abspielen. Laufzeit 01:06 Minuten.
Aus News-Clip vom 24.11.2016.

Die meisten Jugendlichen hätten den Umgang mit ihrem Geld im Griff, sagt Caterina Costantino von der Schuldenberatung Bern. Trotzdem habe die Zahl der Betreibungen in den letzten Jahren zugenommen, sei es weil sie keine Rückstellungen gemacht haben für die Steuerrechnung oder einen Kauf getätigt, den sie sich eigentlich nicht haben leisten können. Eine weitere Ursache der Jugendverschuldung seien Online-Käufe oder die Verlockung mit der Bank- oder Kreditkarte zu bezahlen, sagt Costantino.

Jugendliche mit Schuldenprobleme sind nicht allein. Zahlreiche Stellen bieten Beratungsangebote an. So auch die Stadt Bern, die bereits zum dritten Mal den Infoanlass «Chole im Griff» durchführen.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Ein Hauptproblem in der heutigen Konsum- und Spassgesellschaft wird klar und immer mehr sichtbar! Nur, dazu gibt's 2 (!) Akteure, die dafür verantwortlich sind: Die online-Anbieter und die verweichlichte Jugenderziehung! Die Tragik ist, dass schlussendlich "der Staat" (wir SteuerzahlerInnen) solche Fehlentwicklungen bezahlen muss!
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