Integrationsversuche in Suberg

Simon Baumann drehte einen Film über das Dorf, in dem er aufgewachsen ist. Anschluss zu finden war schwer.

Simon Baumann versucht am Bahnübergang von Suberg Menschen treffen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Simon Baumann versucht am Bahnübergang von Suberg, Menschen zu treffen. zvg/Filmstill

Die Turnhalle ist voll. Der Männerchor Suberg feiert sein 50jähriges Jubiläum. Und mitten in den alten Herren auf der Bühne steht Simon Baumann - und er ist nervös. Sicher da ist der Auftritt, aber das, was danach kommt, plagt ihn mehr.

Nach dem Ständli spielt er hier vor der Gemeinde seinen Film «Zum Beispiel Suberg» vor - noch bevor dieser in die Kinos kommt. Sein Werk ist zwar fair, verschweigt aber auch nicht die Tatsache, dass es um den sozialen Zusammenhalt im ehemaligen Bauerndorf schlecht steht.

Der Morgen danach. Simon Baumann sitzt zuhause an seinem Tisch und erzählt: «Ich bin sehr erleichtert. Der Film ist gut angekommen.» Das sei nicht selbstverständlich, meint er. Der Wohlstand habe aus dem Bauerndorf ein Schlafdorf gemacht, erzählt Baumann. «Und der Film soll diese Entwicklung aufzeigen.»