Jean-Pierre Siggens Sieg war Zitterpartie für Freiburger Parteien

Die CVP verteidigt mit 562 Stimmen Vorsprung ihren 3. Sitz in der Freiburger Kantonsregierung. Mit dem neu gewählten Jean-Pierre Siggen kommt es auch nicht zu einem historischen Machtwechsel. Die Bürgerlichen bleiben mit 4 von 7 Sitzen in der Mehrheit. Allerdings war es eine Zitterpartie.

Gedränge im Rathaus Freiburg - der frisch gewählte Staatsrat Jean-Pierre Siggen CVP stellt sich den Fragen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Gedränge im Rathaus Freiburg - der frisch gewählte Staatsrat Jean-Pierre Siggen CVP stellt sich den Fragen. SRF

Der 2. Wahlgang für die Nachfolge der scheidenden CVP-Staatsrätin Isabelle Chassot war knapp - nur 0,9 Prozent trennten den gewählten Jean-Pierre Siggen CVP von seinem SP-Konkurrenten Jean-François Steiert.

Damit war der 2. Wahlgang das exakte Abbild des ersten Urnengangs. Die 8'000 Stimmen des unabhängigen Kandidaten im 1. Wahlgang haben sich offensichtlich genau auf Siggen und Steiert aufgeteilt. Siggen gewann in allen Bezirken ausser dem Saanebezirk mit der Hauptstadt Freiburg, dort holte Steiert eine Mehrheit. Die Stimmbeteiligung war mit 33,9 Prozent etwas tiefer als drei Wochen zuvor.

Am Ende sind alle Sieger

Das Wahlbündnis hat funktioniert, frohlocken die bürgerlichen Parteien CVP, FDP und SVP - auch wenn sie eigentlich einen Wähleranteil von zwei Dritteln haben. Das Resultat wurde für sie somit zu einem Zittersieg. Ein Achtungserfolg reklamiert die SP für sich. Sie bekam Unterstützung von den Grünen, von der CSP und zum Teil von der EVP. Eine Rolle spielte sicher, dass Staatsratswahlen "Kopfwahlen" sind - und da hatte der bekanntere Nationalrat Jean-François Steiert wahrscheinlich einen kleinen Vorteil.

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