Junge Lehrer im Wallis sollen weniger verdienen

Der Walliser Grosse Rat hat ein Sparpaket angenommen und auch umstrittene Sparmassnahmen bei der Bildung gutgeheissen. Nun droht ein Referendum.

Das Sparpaket wurde mit 98 zu 21 Stimmen gutgeheissen. Es bringt dem Kanton Wallis ungefähr 50 Millionen Franken. Vor allem die Ratslinke wehrte sich vergeblich gegen die Sparmassnahmen bei der Bildung. Den neuen Lehrpersonen das Einstiegsgehalt während eines Jahres um 5 Prozent zu kürzen sei «ungerecht» und schaffe neue Probleme bezüglich des Lehrermangels, sagte die grüne Grossrätin Marylène Volpi Fournier. Der Verband der Magistraten, der Lehrerschaft und des Personals des Staates Wallis (ZMLP) hatte bereits Ende Februar angekündigt, im Falle einer Annahme das Referendum zu ergreifen.

Rabatte für Zweitwohnungsbesitzer bleiben

Der Grosse Rat lehnte es jedoch mit 85 gegen 36 Stimmen ab, Steuerrabatte für Zweitwohnungsbesitzer zu streichen. Das hätte 30 Millionen Franken in die Kantonskasse gebracht. Dies würde die Zweitwohnungsbesitzer im Durchschnitt mit 305 Franken pro Jahr belasten, sagte Finanzdirektor Maurice Tornay (CVP).