Kampf um Parkplätze Bevölkerung will weiterhin im Sensegraben parkieren

Eine Interessengemeinschaft setzt sich für den Erhalt der Parkplätze an der Sense ein und sammelt Unterschriften.

Einer der Parkplätze an der Sense. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Eindruck täuscht. Im Sommer werden die Parkplätze an der Sense rege genutzt und sollen deshalb erhalten bleiben. Patrick Mühlhauser/SRF

Die Interessensgemeinschaft «IG Sensegraben» sammelt Unterschriften und lanciert eine Petition. Sie will damit erreichen, dass der Kanton Bern die beiden Parkplätze im Sensegraben zwischen Schwarzenburg und Heitenried, beziehungsweise zwischen Albligen und Ueberstorf, nicht aufhebt. «Das hat 50 Jahre problemlos funktioniert», sagt Bruno Grossrieder, Gemeinderat von Heitenried.

Die Sense als Erholungsgebiet

Die Parkplätze würden von Erholungssuchenden und Naturgeniesser rege genutzt sagt Walter Wenger, Präsident des Ortsvereins Schwarzenburg. «Man drängt den Menschen aus seinem Naherholungsgebiet.»

«  Die Leute parkieren am Strassenrad, auf Matten und in Wäldern. »

Ernst Leiser
Gemeindepräsident von St. Antoni

Wenn die Parkplätze aufgehoben werden, käme es zu einem «Parkierungschaos», ergänzt Ernst Leiser, Gemeindepräsident von St. Antoni: «Die Leute parkieren am Strassenrad, auf Matten und in Wälder.» Die beiden Parkplätze im Sensegraben wurden vor rund 50 Jahren vom Militär erstellt – mit Toiletten- und Entsorgungsanlagen.

Die Sense mit Wald im Herbst. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Hier erholen sich sowohl Freiburger als auch Berner. Patrick Mühlhauser/SRF

Nun werden die Parkplätze an der Kantonsgrenze zwischen Bern und Freiburg nicht mehr gebraucht und sollen verkauft werden. Interesse zeigt der Kanton Bern. Das Amt für Landwirtschaft und Natur (Lanat) will ein Grossteil der Parkplätze aufheben und revitalisieren. «Wir haben einen gesetzlichen Auftrag zur Umsetzung der Auenverordnung des Bundes», schreibt das Berner Volkswirtschaftsdepartement.