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Bern Freiburg Wallis Kanton Bern will vor allem auf dem Land Pfarrstellen streichen

Der Kanton bezahlt in Bern die Pfarrerlöhne. Nun will er gegen 30 Stellen streichen – vor allem auf dem Land.

Kirchenraum
Legende: Pfarrstellen auf dem Land soll es treffen – hier die Kirche in Moutier. Keystone

Seit der Spardebatte im November ist klar: Auch die Kirchen kommen nicht ungeschoren davon. Nun ist bekannt: Gegen 30 Pfarrstellen sollen gestrichen werden, vor allem bei der grössten Kirche, der evangelisch-reformierten. «Ich habe gar keine andere Wahl», sagt der zuständige Regierungsrat Christoph Neuhaus (SVP). Er bestätigt einen Bericht der «Sonntagszeitung». 5 Millionen Franken müssen bei der Kirche eingespart werden – so will es das Kantosparlament. «Das Kirchenbudget besteht hauptsächlich aus Löhnen. Man kann gar nicht anders sparen als Stellen zu streichen.»

Treffen soll es vor allem kleine Kirchgemeinden. Sie sollen ihre Pfarrer-Garantie verlieren. Betroffen wären somit vor allem ländliche Regionen. Andreas Zeller, Präsident des Synodalrates der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn, ist damit nicht einverstanden. «Pfarrämter sind auf dem Land häufig der letzte Service public», sagt er gegenüber dem «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF. «Die Pfarrpersonen führen Menschen zusammen und kümmern sich um alte Personen.»

Die Kirchen wollen nun bei der Kantonsregierung intervenieren. Voraussichtlich im Juni entscheidet das Kantonsparlament.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Rahel W., Basel
    Dies ist die falsche Entscheidung: Anstatt 30 Pfarrstellen zu streichen, könnte man einfach 30% des Lohnes der Pfarrer streichen! Da würde man wahrscheinlich noch mehr einsparen und das Angebot würde nicht schlechter (vielleicht im Gegenteil an Qualität gewinnen?)
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Man spart bei den christlichen Kirchen, lässt aber muslimische Zentren bauen. Wo führt das hin??????????????????? Ich verstehe nicht, dass auch die SVP zu den Sparwilligen gehört, ist sie doch für den Erhalt der christlichen Kultur.
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    1. Antwort von Samuel Bendicht, Bern
      Ja Frau Zelger, ihre geliebte SVP spart im Kanton Bern im Moment so ziemlich überall, wo es nicht die Subventionen für die Bauern und das Gewerbe betrifft, nur um moderate Steuererhöhungen für die reichsten Berner zu verhindern und bedient sich gleichzeitig aus der Staatskasse, in dem sie sich ihre Löhne um 50% erhöht. Dass dafür nun auch ein paar Pfarrer über die Klinge springen müssen ist eher ein Kolateralschaden, denn hauptsächlich treffen die SVP-Sparmassnahmen die Armen und ganz Schwachen!
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    2. Antwort von kari huber, surin
      Das glauben auch nur Sie. Die SVP hat nur einen Wert: Macht! Unsere gewachsenen Traditionen werden von all den anderen Parteien erhalten, die immer wieder für Lösungen und Ausgleich sorgen. Die auch dafür sorgen, dass die Schweiz nicht wegen Starrheit politisch untergeht. Die SVP hat praktisch seit ihrem Bestehen nur polarisiert, d.h. Menschen auseinandergetrieben. Alle möglichen Missstände angeprangert und "Lösungen" propagiert, die in der Praxis nie funktionieren. Und: Ängste geschürt.
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