Kanton Wallis muss nächstes Jahr knapp rechnen

Der Kanton Wallis muss auch im nächsten Jahr mit wenig Geld auskommen. Damit die Rechnung aufgeht, soll unter anderem die Motorfahrzeugsteuer erhöht werden.

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Bildlegende: Finanzdirektor Maurice Tornay hat angesichts der angespannten Finanzlage wenig Anlass zur Freude. Keystone/Archiv

Im letzten Jahr konnte der Kanton Wallis erstmals die Ausgaben- und Schuldenbremse nicht einhalten. Der Kanton hat also 2013 mehr Geld ausgegeben, als er eingenommen hat. Nun muss dieses Ungleichgewicht zwischen Augaben und Einnahmen wieder ausgeglichen werden. Aus diesem Grund hat der Kanton sein Budget 2015 erneut sehr knapp kalkuliert, wie Finanzminister Maurice Tornay am Montag vor den Medien ausführte.

Teurere Motorfahrzeugsteuer und ein Personalstopp

Um das Haushaltgleichgewicht zu erreichen, schlägt der Staatsrat unter anderem vor, die Motorfahrzeugsteuer zu erhöhen. Im November soll im Kantonsparlament über diese Massnahme diskutiert werden.

Es geht um Erhöhungen von rund 10 Prozent, was pro Autonummer und Jahr im Schnitt 30 Franken ausmachen dürfte. Ausserdem will der Kanton Wallis kein neues Personal anstellen, obwohl dies nötig wäre, wie es in der Medienmitteilung heisst.

Allerdings werden die hohen Investitionen für verschiedene Grossprojekte beibehalten: Insgesamt sollen gut 609 Millionen Franken Bruttoinvestitionen getätigt werden im nächsten Jahr, davon allein 250 Millionen Franken für den Ausbau und die Erneuerung der Nationalsstrassen. Für den Campus der ETH Lausanne in Sitten sind Investitionen von 39 Millionen Franken eingeplant, für das Hochwasserschutzprojekt Rhonekorrektion 34 Millionen Franken.