Unspunnenenfest 2017 Kein Besucheransturm am Unspunnenfest

Rund 90'000 Besucherinnen und Besucher kamen verteilt auf neun Tage ans Unspunnen-Fest nach Interlaken. Erwartet wurden 150'000. Das Stelldichein der Schweizer Traditionen und Brauchtümer litt teilweise unter dem schlechten Wetter.

«Wir sind zufrieden, dass das Unspunnenfest bei einem solchen Prachtswetter zu Ende gegangen ist», sagt Programmchef Walter Dietrich. Die Arena habe dem nassen Wetter gut getrotzt. Und die Trachtenleute seien wetterfest, sagte er. «Sie tanzten auch im Regen».

Die Tänze und anderen Darbietungen am traditionellen Brauchtumsfest in Interlaken fanden aber wegen schlechten Wetters zum Teil vor beinahe leeren Rängen statt.

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Das Fest in Zahlen

Bub in Tracht

Keystone

90'000 Besucher kamen in neun Tagen ans Fest. 4600 Teilnehmer nahmen teil, davon 2500 Tänzer am Volkstanzfest. 33 Ehrendamen kümmerten sich um 500 Ehrengäste. 800 Helfer und 50 OK-Mitglieder sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Das nächste Fest findet 2029 statt.

Dennoch liessen sich die Festbesucher nicht beirren und feierten – wie das OK in einer Mitteilung schreibt «ein fröhliches Fest im Kreise Gleichgesinnter.» Allein am Festumzug am Sonntag am Höheweg in Interlaken säumten – wieder bei Prachtswetter – 25'000 Leute die Strasse. In der ersten Festhälfte herrschten noch hochsommerliche Temperaturen.

Gute Hoffnungen in den Nachwuchs

Besonders stolz sei er auf den Nachwuchs, sagt der Volkskulturkenner und Musiker Johannes Schmid-Kunz im Gespräch mit dem Regionaljournal Bern Freiburg Wallis. «Was die Organisatoren für die jüngsten Teilnehmer auf die Beine gestellt haben, war allererste Güte.»

Schmid-Kunz weiss um die Schwierigkeiten, den Nachwuchs für Brauchtum und Traditionen – für Tänze, Gesang oder Trachten – zu begeistern. Daher zeigte er sich erfreut darüber, dass während dem Unspunnenfest 2017 zahlreiche Schülerinnen und Schüler mit dem Schweizerischen Brauchtum in Berührung gekommen sind. «Da bleibt sicher etwas hängen.»

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr)