Keine andere Nutzung für das Jugendheim in Prêles

Das Berner Kantonsparlament hat am Mittwoch Polizeidirektor Hans-Jürg Käser bei seinen Plänen zur Umnutzung des Jugendheims in Prêles als Ausschaffungsgefängnis den Rücken gestärkt. Der Grosse Rat lehnte zwei Vorstösse für andere Nutzungen ab.

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Bildlegende: Polizeidirektor Käser sieht das Jugendheim in Prêles als neues Ausschaffungsgefängnis des Bundes. Keystone

Anfangs Februar gab die Regierung bekannt, das Jugendheim Prêles wegen chronischer Unterbelegung zu schliessen. Die Gebäude auf dem Tessenberg im Berner Jura sollen zu einem vom Bund finanzierten Ausschaffungsgefängnis umfunktioniert werden. Zwei Motionen, die andere Nutzungen verlangten, führten im Parlament am Mittwoch zu einer Grundsatzdebatte, in der die meisten Redner dem Polizeidirektor und der Regierung den Rücken stärkten.

Käser bekräftigte die Absicht, zunächst rund 50 Ausschaffungshäftlinge in Prêles unterzubringen. Die Kapazität soll später noch ausgebaut werden. Käser zeigte sich zuversichtlich, dass der Bund an der Nutzung interessiert sei. Die Vorstösse, dass Prêles in das Sanierungskonzept der Anstalten in Witzwil einbezogen werden soll und dass das Heim als mögliche Institution für jugendliche IV-Rentner oder für Drogenabhängige dienen könnte, wurden abgelehnt.