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«Autofahrten im Freizeitbereich liegen längerfristig nicht mehr drin.»
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 05.12.2019.
abspielen. Laufzeit 01:49 Minuten.
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Klimaschutz oder Schikane? Stadt Bern will Autos aus der Innenstadt verbannen

Die Berner Politik will deutlich weniger Autos in der Stadt. Es wird sogar eine Videoüberwachung geprüft.

Wer mit dem Auto durch die Berner Innenstadt fährt, stellt fest: Parkplätze werden aufgehoben, Fahrspuren werden gestrichen, das Tempo wird gedrosselt.

Und die Politik will die Schraube weiter anziehen. Karl Vogel, Verkehrsplaner der Stadt Bern sagt: «Mittel- und längerfristig kann die Stadt die vielen Autofahrten im Freizeitbereich nicht mehr verkraften.»

Fahrverbot mit Videoüberwachung

Unter anderem wird ein Fahrverbot in der Innenstadt geprüft. Dieses könnte mit einer Videoüberwachung kontrolliert werden, sagt Karl Vogel: «In anderen Ländern werden die Nummernschilder per Video erfasst. Wer in der entsprechenden Zone keine Berechtigung hat, wird gebüsst.»

Welche Massnahmen tatsächlich umgesetzt werden, entscheidet die Politik. Er mache nur eine Auslegeordnung der Möglichkeiten, sagt Verkehrsplaner Vogel: «Wir entwickeln das aus der Verkehrssicht. Schlussendlich braucht es aber eine Gesamtbetrachtung mit allen Vor- und Nachteilen solcher Systeme.»

Aber die Zeit dränge, sagt Karl Vogel: «Wir sind im Moment zu wenig schnell unterwegs, um die Ziele im Bereich Klimaschutz zu erreichen»

Pro und Kontra

Bernhard Emch, Präsident der Stadtsektion beim Handels- und Industrieverein

«Solche Massnahmen gegen Autofahrer vergrämen die Leute. Viele gehen nun lieber ins Shoppyland oder ins Westside . Die Konsequenzen davon werden wir erst später sehen.»

Ursula Wyss, Verkehrsdirektorin Stadt Bern

«Weil es nach wie vor so attraktiv ist, mit dem Auto ins Zentrum zu fahren, stehen Leute im Stau, die wirklich mit dem Auto kommen müssen.»

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59 Kommentare

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  • Kommentar von Ramon Gfeller  (RG)
    Nein Herr Zingg, wir können das Thema Inselspital nicht einfach ignorieren, auch wenns Ihnen so passen würde. Schon jetzt sind alle nahen Parkplätze aufgehoben worden. Sie können ihre betagte Mutter nicht vor das Spital fahren und zur Behandlung begleiten, ohne mehrere Bussen auf den Kürzestparkplätzen verpasst zu kriegen und am Ende noch abgeschleppt zu werden. Die Securitas steht im Dauereinsatz vor dem Spital. So sieht linksgrüne Politik aus.
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  • Kommentar von Edwin Schaltegger  (Edwin Schaltegger)
    Als erfolgreiche Beispiele von autofreien deutschen Innenstädten könnten Freiburg, Lörrach, Heidelberg und Speyer dienen. Bern ist wirklich kein Paradebeispiel einer verkehrsfreien Fussgängerzone in der Innenstadt.
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  • Kommentar von Franz NANNI  (igwena ndlovu)
    Beruflich unterwegs.. fast taeglich in Bern.. und aufs Auto angewiesen... hatte ich schon damals eine Berechtigungskarte, die das Kreuzen Berns erlaubte, das Durchfahren fuer Besucher war schon vor 28 Jahren verboten. Wenns noch etwas strenger wird, kein Problem, ausserdem, Bern ist eine tolle Fussgaengerstadt.. und Alte und Invalide , die bekommen dann sicher Ausnahmebewilligung.
    Ausserdem mindestens 4 Parkhaeuser sind Kernnah vorhanden.. Metro, Rathaus, Insel,Casino
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