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Bern Freiburg Wallis Kultur des Dialogs und der Qualität bei der Ortsplanung in Köniz

Die Ortsplanung ist ein Erfolg in Köniz. Die Gemeinde wurde mit dem Wakkerpreis geehrt und ortsplanerische Vorhaben sind mehrheitsfähig. Die Behörden führen das auf eine Kultur des Dialogs und der Qualität zurück, die nun auch beim Gegenvorschlag zur SP-Wohninitiative zum tragen kommen soll.

Lange Häuser, Wohnstrasse.
Legende: Wohnüberbauungen wie hier diejenige im Quartier Neumatt/Weissenstein bringen Köniz Lob für die Ortsplanung ein. Keystone

Die Gemeinde Köniz wird für ihre umsichtige Ortsplanung mit Lob eingedeckt – dies bereits seit der Verleihung des Wakkerpreises im Jahr 2012 und erst recht seit am 5. Juni die Bevölkerung mit mit 85 Prozent einer verdichteten Wohnüberbauung im Liebefeld zugestimmt hat.

«In Köniz gibt es ein gegenseitiges Vertrauen und eine hohe Verbindlichkeit, die ich mir auch in anderen Agglomerationsgemeinden wünschen würde», sagte damals Urs Heimberg, Professor für Raumplanung, im Regionaljournal Bern Freiburg Wallis von Radio SRF.

In Köniz gibt es ein gegenseitiges Vertrauen und eine hohe Verbindlichkeit.
Autor: Urs HeimbergProfessor für Raumplanung

«Wir suchen das Gespräch und sind auch bereit, unsere eigene Meinung zu reflektieren», sagt Stephan Felber, Gemeindeplaner von Köniz. Zudem setze die Gemeinde auf eine qualitativ hochwertige Gemeindeentwicklung.

«Das ist nicht von heute auf morgen entstanden, das ist eine Kultur, die sich über Jahre entwickelt hat», sagt Felber. Und mittlerweile würden gerade zum Beispiel Grundeigentümer von sich aus das Gespräch mit den Behörden suchen.

Das ist eine Kultur, die sich über Jahre entwickelt hat.
Autor: Stephan FelberGemeindeplaner Köniz

Die neueste ortsplanerische Vorlage in der Gemeinde ist eine Initiative der SP, die mehr günstigen Wohraum verlangt. Der Gemeinderat hält sie für zuwenig präzise und hat an einer Informationsveranstaltung einen Gegenvorschlag vorgelegt.

Preisgünstiger Wohnungsbau von 20 bis 40 Prozent soll nur bei Bauvorhaben über 4000 Quadratmeter Geschossfläche verlangt werden. Zudem will die Gemeinde die Forderung auf Zonen mit Planungspflicht und Überbauungsordnungen beschränken.

Mit dem Gegenvorschlag soll das Beschwerderisiko und der Aufwand für die Verwaltung eingegrenzt werden. «Wir sind offen für das Anliegen, aber wir wollen eine Vorlage, die rechtlich stand hält», sagt Gemeindepräsident Ueli Studer.

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