Kunstprojekt in Gstaad verleiht Heiligenscheine

Mit dem Kunstprojekt «Elevation1049» lockt Gstaad alle drei Jahre im Winter Kunstinteressierte ins Berner Oberland. Nun gibt es mit dem «Projekt1049» erstmals eine Sommerversion des Events. Kuratiert hat das Projekt der Bieler Künstler Raphael Hefti.

14 Kunstwerke sind im Rahmen des Project1049 in Gstaad und Umgebung zu sehen. So ist zum Beispiel in einem Wohnwagen auf dem Campingplatz in Saanen eine Videoarbeit der französischen Künstlerin und Turner-Preisträgerin Laure Prouvost zu sehen, auf dem Flugplatz eine Installation der Amerikanerin Julia Tcharfas oder im Hotel Palace eine Installation des Architektenkollektivs áyr.

«Die Künstler sollten nicht fertige Arbeiten mitbringen, sie sollten ihre Arbeiten aus Gstaad und Umgebung heraus produzieren», sagt Raphael Hefti. Der Bieler Künstler ist von der Luma-Foundation beauftragt worden, das «Project1049» zu veranstalten. Es ist eine Sommerversion der bewährten «Elevation1049», die alle drei Jahre im Winter namhafte Künstler nach Gstaad holt.

Mit dem «Projekt1049» hat der Bieler Raphael Hefti, der mittlerweile in London lebt, vor allem auf sein Kunstnetzwerk in London gesetzt, das er zusammen mit seinem Kollegen, dem kanadischen Künstler Paul Kneal unterhält. Hefti selber bespielt Gstaad mit einem Kunstwerk, das es erstmals zu entdecken gilt. In der Fussgängerzone in Gstaad und auf einer Strasse in Saanen hat Hefti ein Kristallpulver gestreut, das dem Schatten der Passanten einen Heiligenschein verleiht.