Lonza gerät mit alter Deponie im Wallis erneut in die Kritik

Als tickende Zeitbombe bezeichnet die Grüne Partei Wallis die Deponie der Lonza im Gamsenried. Schon vor mehr als 30 Jahren habe man festgestellt, dass diese Deponie undicht sei. Es fehle heute jedoch immer noch ein Konzept für eine definitive Sanierung.

1978 haben Untersuchungen gezeigt, dass das Grundwasser in der Region Brigerbad mit Chemikalien verschmutzt ist. Weitere Untersuchungen haben ergeben, dass die Verschmutzung von der nahen Lonza-Deponie kam, die bis dahin als dicht galt.

Daraufhin verlangte die Kantonsregierung von der Lonza Sofortmassnahmen. Seit 1990 wird das Grundwasser oberhalb der Deponie umgeleitet und unterhalb der Deponie aufgefangen und in der Kläranlage der Lonza entsorgt. Gleichzeitig installierte die Lonza in der Nähe der alten Deponie im Einverständnis mit den Gemeinden und dem Kanton eine neue Reststoffdeponie.

Den Zustand der alten Deponie bezeichnet die Grüne Partei jetzt als tickende Zeitbombe, weil in der Deponie immer noch Chemikalien lagern und die Lonza immer noch kein Konzept für eine definitive Sanierung habe. Diesem Vorwurf widerspricht Martin Clausen, Chef Umwelt und Sicherheit bei der Lonza: «Unser System mit dem Abpumpen des Grundwassers wird laufend von Bund und Kanton überwacht und funktioniert bestens. Und als weitere Massnahme planen wir, diesen Prozess zu beschleunigen und die Deponie durch Zugabe von Wasser schneller auszuwaschen.» Dieses Konzept liegt derzeit beim Kanton, der dazu noch nicht Stellung genommen hat.