Lyss bedauert den Armee-Entscheid - sieht aber auch Chancen

Mit der Schliessung des Waffenplatzes geht in Lyss eine über 100jährige Tradition zu Ende: «Militär und Lyss, das gehört einfach zusammen», sagt Gemeindepräsident Andreas Hegg. Er bedauert den Entscheid des Bundesrats, sieht darin aber auch eine Chance.

Flugaufnahme aus dem Internet. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das grosse Gelände der Armee in Lyss. Google Maps

Der Waffenplatz werde nach seinen Informationen erst 2020 oder 2021 aufgegeben, sagt der Lysser Gemeindepräsident Andreas Hegg im Gespräch mit der Nachrichtenagentur sda. Damit bleibe genügend Zeit, um eine gute Lösung für die künftige Entwicklung des Gebiets an zentraler Lage zu finden.

Hegg kann sich eine Nutzung beispielsweise für KMU-Betriebe oder fürs Wohnen vorstellen. In Lyss herrsche zurzeit ein Bauboom; dass man im Fall des Waffenplatzes nun etwas Zeit für das weitere Vorgehen habe, sei erfreulich.

Uniformen gehören seit langem zum Bild der 14'000 Einwohner zählenden Gemeinde im Berner Seeland. Schon 1914 wurde das Zeughaus eingeweiht. Die Kaserne wurde im Zweiten Weltkrieg erbaut. 1946 zogen die erste Rekruten ein. Das Zeughaus wird schon seit einigen Jahren nicht mehr von der Armee genutzt.