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Magic Pass in der Romandie Ein günstiges Jahresabo kurbelt Sommertourismus an

30 Skistationen der Westschweiz machen den Magic Pass zum Ganzjahresabo. Das brachte ein Viertel mehr Sommertouristen.

Schwarzsee
Legende: Schwarzsee setzt vermehrt auf den Sommertourismus und lockt auch mit dem Magic Pass. Patrick Mülhauser/SRF

Für 300 Franken ein ganzes Jahr die Bergbahnen in dreissig Skistationen benutzen. Das ist möglich mit dem Magic Pass. Mit dabei sind Bergstationen in den Kantonen Freiburg, Wallis, Waadt und Neuenburg.

Seit März 2018 wurden über 100’000 Pässe verkauft. Erstmals galt er auch für die Sommermonate. Für die Bergstationen hat sich dies gelohnt. Es hatte wesentlich mehr Sommertouristen.

  • 590'000 Sommertouristen (+25 Prozent)
  • 8,7 Millionen Franken Umsatz (+57 Prozent)

Rekordsommer in Schwarzsee

Besonders profitiert haben die Freiburger Voralpenstationen. Dank Magic Pass und schönem Wetter. «Wir werden einen Rekordsommer haben», sagt Felix Bürdel, Verwaltungsratspräsident der Kaisereggbahnen Schwarzsee im Kanton Freiburg.

Attraktive Angebote schaffen

Schon bald könnte der Magic Pass in den Kanton Bern ausgeweitet werden. «Wir sind im Gespräch mit dem Gantrisch-Gebiet», so Felix Bürdel. Ein günstiges Jahresabo alleine genüge jedoch nicht. Es müssten auch attraktive Angebote geschaffen werden wie beispielsweise Biker-Wege.

Die Stationen im Gebiet des Abonnements seien sehr unterschiedlich, sagt Antoine Micheloud, Verwalter des Magic Pass. Das sei die Stärke. Zu behaupten, das günstige Abo sei das magische Mittel für den Sommertourismus, sei jedoch zu früh. «Wir brauchen ein paar Jahre Erfahrung».

Berner Oberland wird reagieren müssen

Bei den Touristikern und Bergbahnen im Berner Oberland schaut man sehr genau hin. «Wir werden mit Sicherheit darüber diskutieren müssen, wie wir auf die neue Ganzjahreskarte der Romandie reagieren», sagt Urs Pfenninger von der Berner Oberländer Destination Adelboden-Lenk-Kandersteg (TALK). Aufmerksam sind auch die Berner Oberländer Bergbahn-Gesellschaften. Und die Hoteliers, die für Top4-Abo-Besitzerinnen und -Besitzer beträchtliche Rabatte offerieren.

Schon vor zwei Jahren hatten die Wintersportgebiete keine andere Wahl, als auf das Dumpingangebot im Winter 2015/2016 der Saastal-Bahnen zu reagieren. Damals lancierten die Oberwalliser den Winterpass für 222 Franken und überrumpelten damit die ganze Branche.

Der Magic-Pass der Romandie war eine Antwort darauf, auch das Top4-Abo der vier Berner Oberländer Destinationen Gstaad Saanenland, Adelboden-Lenk-Kandersteg, Jungfrau-Region und Meiringen-Hasliberg. Dies kostet für die Wintersaison 666 Franken.

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