Martin Künzi mit hauchdünnem Sieg

Martin Künzi (SP) ist äusserts knapp zum neuen Regierungsstatthalter im Verwaltungskreis Interlaken-Oberhasli gewählt worden. Er setzte sich gegen Bernhard Häsler (SVP) mit nur 13 Stimmen Unterschied durch. Der Unterlegene akzepiert die Niederlage - auch wenn es schmerzt.

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Der Sozialdemokrat Martin Künzi ist neuer Regierungsstatthalter im Verwaltungskreis Interlaken-Oberhasli. Der 50-jährige Kandidat eines überparteilichen Komitees setzte sich in der Stichwahl ganz knapp gegen den SVP-Bewerber Bernhard Häsler durch. «13 Stimmen weniger: das ist ein Zufallsmehr», sagt der Unterlegende Bernhard Häsler gegenüber dem «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF. Er akzeptiere dieses Resultat und sehe von einer Wahlbeschwerde ab, sagt er.

Der Sundlauener Künzi holte 5377 Stimmen, wie die Staatskanzlei am Sonntag mitteilte. Häsler brachte es auf 5364 Stimmen. Für die Parteilose Verena Lobsiger entschieden sich nur 15 Stimmberechtigte aus den 29 Gemeinden des Verwaltungskreises. Die Stimmbeteiligung betrug 31,9 Prozent.

Künzi hatte schon im ersten Umgang obsiegt, das absolute Mehr aber verpasst. Dahinter folgten Häsler und ein Kandidat der BDP. Dieser zog seine Kandidatur vor der Stichwahl zurück. Das weckte Hoffnungen im bürgerlichen Lager, zumal sich Alt-Bundesrat Adolf Ogi in einem ungewöhnlichen Schritt hinter Häsler gestellt hatte.

Nach der Stichwahl im Oberland sind nun die Statthalter in allen zehn Verwaltungskreisen des Kantons Bern bestimmt. Fünf Kandidaten hatten schon im ersten Wahlgang am 9. Juni das absolute Mehr erreicht. Vier Statthalter wurden als Bisherige in stiller Wahl bestätigt.