Walliser Parlament Mehrheit für zusätzliche Sonntagsverkäufe

Geschäfte sollen neu an vier Sonntagen im Jahr öffnen dürfen. Die Gesetzesrevision war im Grossen Rat umstritten.

Migros in Sitten. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Geschäfte im Wallis dürfen heute nur an einem Sonntag pro Jahr offen sein. SRF

Während des eidgenössischen Schützenfests in Visp vor zwei Jahren und während des eidgenössischen Jodlerfestes in Brig waren die Geschäfte am Sonntag geschlossen, obwohl mehrere 10 000 Leute auf Platz waren. Doch dies soll sich jetzt ändern, wenn es nach der CVP Oberwallis geht.

«  Die Walliser Wirtschaft verliert Millionen. »

Philipp Mathias Bregy
Grossrat CVP Oberwallis

Philipp Mathias Bregy, Fraktionschef der CVP Oberwallis, denkt da vor allem an die Feiertage kurz vor Weihnachten: «Wenn am 8. Dezember die Walliser in Bern, Lausanne oder in Italien einkaufen, verliert die Walliser Wirtschaft acht Millionen Franken.» Er fordert deshalb, dass die Gemeinden im Wallis den Geschäften an vier Sonntagen die Erlaubnis für einen Sonntagsverkauf geben dürfen.

Auch die SVP Oberwallis ist für die Teilrevision des Ladenöffnungsgesetzes. Michael Graber, Fraktionschef der SVP Oberwallis, will so den Touristen auch in den Städten Brig und Sitten an vier Sonntagen im Jahr Einkaufserlebnisse bieten. Welsche Parlamentarier von links bis rechts sind gegen die Teilrevision. Sie fordern eine Gesamtrevision. Dennoch hat das Parlament mit 67 Ja zu 60 Nein bei einer Enthaltung beschlossen, auf die Teilrevision einzutreten. Die 1. Lesung ist am Freitag.