Murtnerin ist Freiburgs höchste Politikerin

Der Freiburger Grosse Rat hat Katharina Thalmann zur Grossratspräsidentin 2014 gewählt. Sie ist die einzige Frau in der SVP-Fraktion des Parlaments. Sie erhielt 98 von 103 Stimmen.

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Bildlegende: Für ein Jahr die «höchste» Freiburgerin: Katharina Thalmann (SVP). SRF

Das Grossratspräsidium ist in erster Linie ein Repräsentationsamt. Katharina Thalmann freut sich, den Seebezirk im Kanton bekannter machen zu können. «Ein Bezirk mit einer grossen Vielfalt, sprachlich, kulturell und religiös», sagt die frisch gewählte Grossratspräsidentin im Gespräch mit dem «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF.

Der Seebezirk wartet seit über 20 Jahren darauf, in der Regierung vertreten zu sein. «Vielleicht hilft das Grossratspräsidium dabei», sagt Katharina Thalmann. Sie hat 2004 selbst für den Staatsrat kandidiert, unterlag jedoch dem CVP-Mann Beat Vonlanthen. Just derselbe Beat Vonlanthen wurde nun gleichentags zum Präsidenten des Freiburger Staatsrates gewählt. Während eines Jahres sind also nun die Präsidien von Parlament und Regierung in der Hand von Deutschfreiburgern.

Amt mit viel Aufwand

Katharina Thalmann ist seit über 10 Jahren Gemeinderätin in Murten. Beruflich ist sie Primarlehrerin. Nun kommt das Amt der Grossratspräsidentin dazu. Alles unter einen Hut bringen, gehe nicht. «Ich habe vom Staat bis Ende nächsten Schuljahres einen unbezahlten Urlaub bewilligt bekommen». Die Lehrerin engagiert sich auch immer wieder für soziale Themen. In der SVP fühle sie sich trotzdem am rechten Platz. «Ich versuche meine Parteikollegen auch für solche Themen zu sensibilieren».