Naters muss sparen – Brig und Visp wollen bauen

Die Gemeinden Brig und Visp wollen in den kommenden Jahren investieren. Hingegen muss die Gemeinde Naters nach grossen Investitionen Schulden abbauen.

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Bildlegende: Brig, Naters und Visp schauen ganz verschieden in die finanzielle Zukunft. Keystone

Am Montag haben die drei Gemeinden Brig, Naters und Visp ihre Budgets für das kommende Jahr vorgestellt. Brig will nun endlich das lange verzögerte Eissportzentrum Geschina bauen und auch in ein neues Jugendheim investieren. Die Investitionen, so Gemeindepräsident Louis Ursprung, seien mit jährlich über 20 Millionen Franken zwar hoch, für Brig aber durchaus erträglich. Brig habe zurzeit keine Schulden, sondern ein kleines Nettovermögen.

Im Gegensatz dazu muss die Gemeinde Naters sparen. Naters hat mit Investitionen in touristische Anlagen in den letzten Jahren eine Pro-Kopf-Verschuldung von rund 5000 Franken angehäuft: Die Gemeinde will in den kommenden Jahren nur noch das Nötigste investieren und Schulden abbauen.

Visp, die drittgrösste Oberwalliser Gemeinde, will weiter investieren und sich moderat weiter verschulden. Die Gemeinde Visp ist seit der Eröffnung des Neat-Tunnels stark gewachsen. Sie verzeichnet 12 Prozent Bevölkerungswachstum. Die Gemeinde will weiter moderat in die Zukunft investieren. In den kommenden Jahren werden es vor allem Investitionen in die Schulanlagen sein. Die Gemeinde Visp, die eine Pro-Kopf-Verschuldung von 2300 Franken hat, will in den kommenden Jahren eine jährliche Neuverschuldung von 3 Millionen Franken zulassen.