Neuer Gemeindepräsident in Wohlen

Bänz Müller (SP plus) ist der neue Präsident der Berner Vorortsgemeinde Wohlen. Eduard Knecht (FDP) wurde abgewählt.

Die Ausgangslage war offen, das Resultat nun aber deutlich: Bei der Stichwahl ins vollamtliche Gemeindepräsidum von Wohlen bei Bern stimmten am Sonntag 2151 Wahlberechtigte für den SP-Politiker Bänz Müller.

Der bisherige Gemeindepräsident Eduard Knecht von der FDP erhielt rund 400 Stimmen weniger, nämlich 1748 Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 58,1 Prozent, wie die Gemeinde Wohlen auf ihrer Internetseite mitteilte.

Gemeinderat in der Kritik

Der Wohlener Gemeinderat hat eine schwierige Legislatur hinter sich. Der bisherige Gemeindepräsident Knecht war im Zusammenhang mit einem geplanten Ausgehverbot ab 22 Uhr für Jugendliche unter zwölf Jahren ins Kreuzfeuer der Kritik geraten.

Porträtbild vom Eduard Knecht. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Eduard Knecht (FDP) wurde abgewählt. zvg

Er hatte in diesem Zusammenhang von einem Zehnjährigen berichtet, der nach Mitternacht mit einer Wodkaflasche aufgegriffen worden sei. Die Geschichte liess sich indes nicht verifizieren, Knecht musste sich entschuldigen. Die bürgerliche Allianz zerbrach. Für den ersten Wahlgang blieb die SVP dem Freisinnigen Knecht treu, die BDP aber schickte eine Gegenkandidatin ins Rennen.

Weitere Probleme

Doch nicht nur das geplante Nacht-Ausgehverbot für Kinder, das die Stimmberechtigten schliesslich ablehnten, sorgte für Schlagzeilen. Die Schulschliessung in Säriswil etwa führte zum sofortigen Rücktritt einer Gemeinderätin.

Zwar setzte sich nun bei der Stichwahl um das Gemeindepräsidium der SP-plus-Kandidat Müller durch. Der Wohlener Gemeinderat ist hingegen bürgerlich dominiert: FDP, SVP und BDP besetzen nach den Wahlen vom 24. November vier der sieben Gemeinderatssitze. Die restlichen drei Sitzen gingen an SP plus und Grüne.