Noch kein Sanierungskonzept für «La Pila»

Die Vorbereitungsarbeiten für die Sanierung der ehemaligen Freiburger Abfalldeponie sind bald zu Ende. Noch ist aber nicht klar, ob die ganze Deponie saniert wird.

Bauarbeiten in der Nacht. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Aushub des verschmutzten Materials am Saaneufer. ZVG

Ende Oktober sind die Vorbereitungsarbeiten für die Sanierung abgeschlossen, teilte der Kanton Freiburg am Mittwoch mit. Diese beinhalten auch die dringensten Sanierungsarbeiten, um die Saane vor giftigen Chemikalien zu schützen.

Bis Ende Jahr will der Kanton einen Aktionsplan für das weitere Vorgehen erstellen. Dieser soll aufzeigen, ob weitere Abklärungen oder Zusatzuntersuchungen nötig sind, um zu entscheiden, wie die Deponie saniert werden muss.

Eine Studie ergab, dass die Totalsanierung der Deponie rund 250 Millionen Franken kosten würde. Für diesen Betrag könnten Fachleute das gesamte verseuchte Material, rund 270'000 Kubikmeter, ausheben und entsorgen.

Haushaltkehricht und Industriemüll

Die Deponie «La Pila» war von 1952 bis 1973 in Betrieb und ist heute von Wald bedeckt. In der Deponie wurden Haushaltsabfälle, Sperrgut und Industrieabfälle gelagert. Diese enthielten häufig isolierende PCB-Stoffe - krebserregende chemische Verbindungen, die in der Schweiz seit 1986 verboten sind.