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ÖV in der Stadt Bern Tram statt Bus in die Länggasse?

Ein Tram fürs Berner Länggassquartier und Doppelgelenkbusse fürs Wylerquartier: So sieht es eine neue Studie vor.

Legende: Die Buslinien 12 (grün und rot) und 20 (violett) in der Stadt Bern. Der Ast der Linie 12 in der Länggasse (rot) soll durch ein Tram ersetzt werden. SRF

Die Vorschläge sind Teil einer Zweckmässigkeitsbeurteilung des Kantons zur künftigen Erschliessung der beiden Quartiere durch den öffentlichen Verkehr. Die bestehenden Buslinien 20 und 12, mit denen die Quartiere Länggasse und Wyler erschlossen werden, sind bereits heute stark frequentiert.

Die Verantwortlichen bei Stadt und Kanton rechnen mit einer weiteren starken Zunahme der Belastung bis im Jahr 2030. Unter der Federführung des Kantons haben Fachleute deshalb geprüft, wie die erforderlichen Kapazitäten zur Verfügung gestellt werden könnten. Für die Länggasse mit einem Tram, Richtung S-Bahnhof Wankdorf mit grossen Doppelgelenkbussen.

Die Zahlen zum Tram

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Erste grobe Kostenschätzungen gehen von rund 100 Millionen Franken für die Tramlösung aus. Diese könnte frühestens 2030 gebaut und etwa 2035 in Betrieb genommen werden.

«Bern ist eine Tramstadt», sagte die Stadtberner Verkehrsdirektorin Ursula Wyss gegenüber Radio SRF. Ob das die Bevölkerung auch so sieht, zeigt sich bald: Bis zu den Sommerferien kann sie sich zu den Plänen äussern.

Beim ÖV in der Stadt Bern muss etwas gehen.
Autor: Barbara EggerVerkehrsdirektorin des Kantons Bern

Schon wieder ein Tram für Bern? Wenn man an das Tram Ostermundigen denkt, zu dem die Stimmbevölkerung Anfang März knapp ja gesagt hat, dann dürfte es auch zum Projekt Tram Länggasse Widerstand geben. Die kantonale Verkehrsdirektorin Barbara Egger sagt dazu: «In Bern leben am meisten Menschen, hier arbeiten am meisten Leute, hier gibt es den meisten Pendlerverkehr.»

Noch ein Tram: Diese Projekte gaben zu reden

Noch ein Tram: Diese Projekte gaben zu reden

1995 wurde die Projektierung eines Trams, das den Westen der Stadt Bern erschliesst, an die Hand genommen. Im Mai 2004 wurde ein erstes Projekt von den Stimmberechtigten abgelehnt. 2007 sagte die Bevölkerung ja zu einer neuen Kreditvorlage. 2010 ging das Tram Bern West (Bild) in Betrieb.

Ein weiteres Tramprojekt sollte Köniz, Bern und Ostermundigen verbinden und die stark belastete Buslinie 10 ersetzen. 2014 lehnten die beiden Vororte das Tram Region Bern ab.

Zwei Jahre später stimmte Ostermundigen einem neuen Projekt zu, und anfang März segneten die Stimmberechtigten im Kanton Bern auch den Kantonsbeitrag für das Tram Bern-Ostermundigen ab.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Terrieur (Imfeld)
    ...nach OstermundigenTRAM jetzt: LÄNGGASSEtram!
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  • Kommentar von Ueli Lang (Wochenaufenthalter)
    Es stellt sich einfach die Frage, warum funktionierende und an sich leistungsfähige ÖV Systeme für sehr teures Geld ersetzt werden sollen. Oder anders rum, warum soll es sinnvoll sein, Bern West und Ostermundigen für insgesamt 500 Mio. Fr. neu zu erschliessen, damit die Frequenzen. Trams fahren ja nicht so häufig wie Trolleybusse! Damit wird der ÖV weniger attraktiv! Wichtig scheint nur, dass möglichst viel Geld ausgegeben wird - für die Bauwirtschaft! Das ist aber nicht nachhaltig!
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