Philippe Chételat ist kein guter Schachspieler, hat aber Humor

Der neue Regierungsstatthalter von Biel im Gespräch - über Schattenseiten, Schach und Humor bei der Arbeit.

«Unbekannter SP-Richter schlägt prominenten Freisinnigen». Über diesen Titel in der Zeitung «Bund» schmunzelt Philippe Chételat leicht. Seit 18 Jahren ist er Gerichtspräsident am Regionalgericht Biel, ab 2014 der neue Bieler Regierungsstatthalter. Chételat hat in der Kampfwahl am Sonntag den Stadtpräsidenten von Nidau geschlagen, Adrian Kneubühler.

Philippe Chételat hofft, dass er auch in der neuen Arbeit seinen Humor behalten kann. «Es gibt viele schwere Sachen und es macht das Leben etwas einfacher, wenn man über sich selber lachen kann», sagt Philippe Chételat im Gespräch mit dem «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF.

Chételat sagt über sich, die Sorgen von Menschen auf der Schattenseite des Lebens würden ihn beschäftigen. Wichtig findet er, dass auch die Schwächeren in der Gesellschaft eingebunden werden, «dass man sich Zeit nimmt, sich um sie zu kümmern». Schattenseiten kenne er auch aus seiner eigenen Geschichte.

Hobby Schach

Schon als kleiner Junge lernte Philippe Chételat von seinem Vater das Schachspielen. Er sei kein guter Spieler, sagt er. Er sei wohl zu ungeduldig. Dafür präsidiert er den Trägerverein des internationalen Schachfestivals Biel. 

Verlieren könne er gut, sagt Philippe Chételat. Am Sonntag hat er aber gewonnen: Spätestens jetzt ist der neue Regierungsstatthalter von Biel kein Unbekannter mehr.