Positive Signale des Kantons Bern für Geburtshaus in Zweisimmen

Die bernische Gesundheitsdirektion hält die Maternité Alpine für «ein sinnvolles Ergänzungsangebot in der Versorgung der Region Simmental-Saanenland».

Ein Baby und die Hand der Mutter. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Säuglinge sollen wieder in der Region Simmental-Saanenland auf die Welt kommen und nicht in Thun. (Symbolbild) Keystone

Die Betreiber des geplanten Geburtshauses in Zweisimmen können sich auf Unterstützung durch den Kanton einstellen: Nach einem Treffen des neuen Gesundheitsdirektors Pierre Alain Schnegg mit Vertretern der Maternité Alpine und der Spital STS AG teilte der Kanton mit, das Geburtshaus sei eine gute Ergänzung des Angebots in der Region.

Bei dem Treffen sind auch die Eckwerte der Kooperation geregelt worden. Nun sei der Weg offen für die Betriebsbewilligung und die Aufnahme auf die Spitalliste. Bis Frühling 2015 gab es im Spital Zweisimmen eine Geburtshilfe. Die Schliessung dieser Abteilung stiess vor Ort auf massive Kritik. Denn seither müssen Frauen aus der Region für die Geburt nach Thun reisen. In Zweisimmen betreibt die Spital STS AG nur noch einen geburtshilflichen Dienst.

Frauen mit erhöhtem Risiko müssen ins Spital

Vor gut einem Jahr wurde die Genossenschaft Maternité Alpine gegründet. Sie will ab 2017 ein Geburtshaus in Zweisimmen betreiben. Ein Kooperationsvertrag mit der Spital STS AG wurde abgeschlossen, die Betriebsbewilligung des Kantons steht noch aus. Dieser macht in seinem Communiqué deutlich, dass Geburten mit erhöhtem Risiko nicht in einem Geburtshaus durchgeführt werden können. Diese Frauen müssten im Spital gebären. Auch sie könnten sich aber von der Maternité begleiten und beraten lassen.

Starten will die Maternité alpine mit einem Kapital von einer Million Franken. Zurzeit hat sie 800 000 Franken beisammen.