Psychiatriezentrum Münsingen schliesst Station

Folgen der Sparmassnahmen des Kantons Bern: In Münsingen geht eine weitere Station mit 20 Betten zu, 17 Stellen gehen verloren.

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Bildlegende: Sparen in der Psychiatrie: 17 Stellen gehen im Münsingen verloren. zvg

Das Psychiatriezentrum Münsingen muss bis Ende 2014 rund 5 Millionen Franken sparen. So will es das bernische Kantonsparlament. Deshalb schliesst die Psychiatrie eine Station im Bereich der Alterspsychiatrie mit 20 Betten. Die Schliessung erfolgt am 1. Dezember und bedeutet den Verlust von 17 Stellen.

Laut einer Mitteilung der kantonalen Gesundheits- und Fürsorgedirektion will die Klinikleitung versuchen, für die betroffenen Angestellten eine interne oder externe Anschlusslösung zu finden.

Bereits im Juni ist in Münsingen eine Station geschlossen worden. In ihr wurden nicht spitalbedürftige Patienten betreut. Die Klinikleitung hat auch andere Sparmassnahmen beschlossen und frei gewordene Stellen nicht wieder besetzt.

Die Nachfrage nach Akutbehandlung in der Alterspsychiatrie steige, erklärt Direktor Rolf Ineichen. Diese Zunahme zu bewältigen sei möglich, weil in der Langzeitpflege Überkapazitäten abgebaut würden. Die Versorgung sei sichergestellt. «In nächster Zeit wird es eng, doch ab Mitte 2015 werden wir genügen Betten zu Verfügung haben», so Ineichen.

Die aktuelle Schliessung ist jedoch nicht die letzte. Psychiatriedirektor Rolf Ineichen sagte gegenüber Radio SRF, dass eine Abteilung von Suchkranken nächstes Jahr geschlossen werde. Rund 20 Betten und Arbeitsstellen gehen nochmals verloren.

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