Rahmenbürgschaft von 385 Millionen Franken für das Spital Wallis

Der Walliser Grosse Rat hat am Dienstag der Rahmenbürgschaft von 385 Millionen Franken für das Spital Wallis mit 113 Ja zu 4 Nein zugestimmt. Ausgerechnet die SP Oberwallis stellte sich gegen ihre eigene Staatsrätin Esther Waeber-Kalbermatten und war gegen die Rahmenbürgschaft.

Das Bild zeigt das Spital Brig. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die gesamte Spitalinfrastruktur im Oberwallis soll nach Brig verlegt werden. Keystone

Das Spital Wallis befindet sich in einer Umbruchphase. Im Oberwallis soll die gesamte Spitalinfrastruktur bekanntlich nach Brig verlegt werden. Das Spital in Visp soll nach dem Umbau und der Spitalerweiterung in Brig geschlossen werden. Dies ist voraussichtlich 2025 der Fall.

Der Ausbau des Spitals Brig kostet rund 100 Millionen Franken. Für neue Infrastrukturen im französischsprachigen Kantonsteil will das Spital Wallis rund 285 Millionen Franken investieren. Der Walliser Grosse Rat hat heute einer Rahmenbürgschaft von 385 Millionen Franken zugestimmt.

Widerstand von SP Oberwallis

Gegen die Rahmenbürgschaft für das Spital Wallis sprach sich einzig die SP Oberwallis aus. Doris Schmidhalter-Naefen sagte : «Wir sind gegen einen Ausbau des Spitals Brig. Für uns macht im Oberwallis nur ein Neubau Sinn. Dieser käme schlussendlich billiger als ein Um- und Ausbau des 40-jährigen Gebäudes in Brig.»

Die grosse Mehrheit des Parlaments sah dies anders und stimmte der Rahmenbürgschaft mit 113 Ja zu 4 nein zu. CVPO-Grossrat Aron Pfammater sagte: «Heute ist ein historischer Tag. Ich habe kein Verständnis für die Haltung der SP Oberwallis.»

Für die zuständige Staatsrätin Esther Waeber-Kalbermatten ist ein Spitalneubau mit dem heutigen Entscheid definitiv vom Tisch. Sie geht davon aus, dass man mit dem Ausbau des Spitals Brig bereits in einem Jahr beginnen kann.