Schützenmatte Bern: Status Quo oder Rutschbahn in die Aare?

Die Berner Schützenmatte präsentiert sich dieses Wochenende ganz anders als sonst: Auf dem Platz, der normalerweise als Parkplatz dient, ist kein Auto zu sehen. Stattdessen sammelt die Stadt Ideen für die künftige Nutzung.

Noch bis Sonntagabend führt die Stadt Bern ein «Labor Schützenmatte» durch. Es soll allen Interessierten die Möglichkeit geben, den Raum Schützenmatte neu zu denken. Dies mit Blick auf ein Nutzungskonzept, das die Stadt Bern nächstes Jahr für den Raum Schützenmatte vorlegen will.

Seit mehreren Monaten arbeiten Fachleute mit Unterstützung eines Begleitgremiums an diesem Konzept. Nun soll auch die breite Bevölkerung einbezogen werden.

Eine kleine Umfrage auf der Schützenmatte zeigt, dass die Meinungen weit auseinander gehen: «Ich finde, man sollte hier gar nichts verändern», sagt eine Frau, der Platz müsse weiterhin für die Öffentlichkeit zugänglich bleiben. «Eine Ganzjahres-Kilbi könnte ich mir vorstellen», sagt ein weiterer Besucher des Labors.

Für das Labor hat der Berner Stadtrat im Juli einen Zusatzkredit von 75'000 Franken bewilligt. Zusatzkredit deshalb, weil das Stadtparlament schon vor zwei Jahren einen Planungskredit von 475'000 Franken für die Neugestaltung der Schützenmatte bewilligte.