Menschen des Jahres Sonja und die Lokomotivführer

Die Geschichte, wie Sonja Schmid jahrelang täglich von ihrem Garten aus dem TGV zuwinkte, wurde 2016 verfilmt. Mit Star Jane Birkin in der Hauptrolle. 16 Jahre lang knüpfte die Frau aus Ferenbalm-Gurbrü immer engere Bande zu den Lokomotivführern des TGV – bis der berühmte Zug seine Route änderte.

Dass ihre Geschichte einmal Stoff für einen Film hergeben könnte, daran hat Sonja Schmid aus Ferenbalm-Gurbrü nie gedacht. Dass die während Jahren aufgebaute Beziehung zu den Lokomotivführern des TGV auf der Strecke Bern – Neuenburg die lokale Presse interessieren könnte, hat sie sich nicht vorgestellt. Doch so kam es.

Im Bann des vorbeifahrenden Zugs

Als 2014 der letzte TGV die Strecke befuhr, an welcher sie und ihre Familie wohnt, machte Sonja Schmids Geschichte Schlagzeilen. «Das Rauschen des vorbeifahrenden TGV war einfach schön», sagt Sonja Schmid. Was als Ritual der ganzen Familie begann, endete in dauerhaften Freundschaften zwischen der Familie Schmid und einigen Lokführern.

Schmids Winken ist oscarverdächtig

Eines Tages meldete sich der junge Regisseur Timo von Gunten mit der Absicht, ihre Geschichte als Grundlage für einen Spielfilm zu nehmen. Entstanden ist der Spielfilm «La femme et le TGV», der es gar auf die Shortlist für die Verleihung der Oscars geschafft hat. In der Hauptrolle: der französische Star Jane Birkin. «Der Film hat mich sehr berührt. Ich hatte Hühnerhaut», sagt Sonja Schmid. «Für mich ist es eine Ehre, dass Jane Birkin meine Rolle spielt.»

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 6:32/17:30 Uhr)