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Bern Freiburg Wallis Sozialpädagoge wegen sexueller Übergriffe auf 21 Knaben angeklagt

Im Berner Oberland muss sich ein Sozialpädagoge wegen sexuellen Handlungen mit 21 Kindern und Jugendlichen vor Gericht verantworten. Tätig war er in den Kantonen Bern, Solothurn und Basel Landschaft.

Schulhaus
Legende: Der Schulpädagoge war unter anderem im Schulhaus Liebefeld/Steinhölzli in Köniz tätig. Keystone

Die Liste der Anklagepunkte ist lang. 1998 bis Ende 2011 hat der Mann mit 21 männlichen Opfern verschiedenste sexuelle Handlungen vorgenommen. Die meisten von ihnen seien zum Zeitpunkt des ersten Kontaktes zwischen zehn und zwölf Jahre alt gewesen, sagte Christoph Scheurer, Sprecher der Berner Staatsanwaltschaft, gegenüber dem Regionaljournal Bern Freiburg Wallis.

Dem 44-jährigen wird zudem vorgeworfen, von seinen Opfern pornografisches Bildmaterial angefertigt und übers Internet getauscht zu haben. Überdies soll er manchen Opfern grosse Mengen Alkohol und Marihuana abgegeben und sie zum Konsum angehalten haben.

Die Übergriffe hat der Angeklagte in der Regel in seiner Privatwohnung oder in Alphütten begangen. Die meisten Opfer hatte er aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit kennen gelernt, später ergaben sich daraus private Kontakte. Der Mann war als Sozialpädagoge in den Kantonen Bern, Solothurn und Basel Landschaft tätig. 2001 war der Angeklagte der erste Schulsozialarbeiter in Köniz, wo er bis 2008 arbeitete.

Eine Mutter meldete die Übergriffe bei der Polizei

Der Fall kam 2012 ins Rollen. Im Januar hatte sich eine Mutter wegen sexuellen Übergriffen auf ihre Kinder bei der Polizei gemeldet. Daraufhin gab es umfangreiche Ermittlungen, in deren Verlauf weitere Opfer ausfindig gemacht werden konnten. Die Polizei wurde zudem von einer ausländischen Behörde auf pornografisches Material im Internet aufmerksam gemacht. Auf mehreren Bildserien konnte der Beschuldigte identifiziert werden.

Vor rund einem Jahr wurde der Fall in der Öffentlichkeit publik. Der Sozialpädagoge kam Anfang 2012 in Untersuchungshaft und befindet sich heute im vorzeitigen Massnahmenvollzug. Er ist weitgehend geständig.

Vor Gericht wird sich der Mann wegen mehrfacher sexueller Nötigung, Schändung, sexueller Handlungen mit Kindern, Pornografie sowie Verabreichens von gesundheitsgefährdenden Stoffen an Kinder verantworten müssen.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von rené studer, zürich, thailand
    Die Sex-Box kommt probeweise zur Anwendung. Was derzeit nur für den Kanton Basel-Stadt und einige Gemeinden der Kantone Appenzell und St. Gallen gilt, soll ab 2014 in der gesamten Schweiz zum Einsatz kommen. Die Sexualisierungs-Initiative geht vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) des Eidgenössischen Departements des Inneren aus, in Zusammenarbeit mit dem Unterrichtsministerium (Eidgenössisches Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung) Inhalte:Zent.GesuFörde. Pädagogische Hochschule Luzern
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  • Kommentar von rené studer, zürich, thailand
    In der Schweiz wird der Pädophile in die Schulklassen gelassen. Zumindest indirekt ist das der Fall. Die schweizerische Zwangsschulsexualerziehung soll der „Aufklärung“ dienen, doch die negativen Folgen dieser frühen Sexualisierung der Kinder sind bekannt. Nun kommt die Sex-Box in die Schweizer Klassenzimmer. Ein „didaktisches“ Hilfsmittel für Kindergärtnerinnen, um bereits im Vorschulalter an Kleinkindern zwangsweise „Sexualerziehung“ durchzuführen. Internat. Planned Parenthood Federation- IPPF
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