Sparen in der Gemeinde Köniz

Der Könizer Gemeinderat schlägt 35 Sparmassnahmen vor. Er will Abstriche machen bei der Bildung, aber via Bussgelder auch mehr einnehmen. Ab 2017 will Köniz den Finanzhaushalt so um jährlich zwei Millionen Franken entlasten.


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Bildlegende: Der Gemeinderat will sparen - Gemeinde Köniz soll trotzdem attraktiv bleiben. Keystone

Die 35 Sparmassnahmen sollen den Finanzhaushalt der Gemeinde Köniz ab 2017 um jährlich zwei Millionen Franken entlasten. Zum Sparprogramm gehört auch eine in Köniz politisch sehr umstrittene Massnahme.

Gemeint ist die Absicht, die sogenannten Speziellen Sekundarklassen am Gymnasium Köniz-Lerbermatt aufzuheben. Künftig sollen diese Klassen nur noch an den Oberstufenzentren geführt werden. Der Gemeinderat kürzt auch die Beiträge an die Musikgesellschaften um 15 Prozent und will beim Personal 390'000 Franken pro Jahr sparen. Dies, indem die Gemeinde künftig etwa vermehrt Teilpensionierungen bewilligt oder Wünsche nach Pensenreduktionen berücksichtigt.

Auch sollen die Eintrittspreise für das Könizer Bad erhöht werden. Und schon seit Anfang Jahr sind alle Radar-Kästen der Gemeinde ständig in Betrieb statt wie bisher nur teilweise. Allein dies bringt 550'000 Franken pro Jahr.

Seit 2012 jeweils Defizite geschrieben

Der Könizer Gemeinderat beschloss das Sparprogramm, weil die Gemeinde seit 2012 Defizite schreibt. Zudem strebt die Könizer Regierung bei der Pensionskasse des Gemeindepersonals einen Primatwechsel an. Das belastet die Rechnung zusätzlich. «Dank dieser Massnahmen können wir einen finanziellen Spagat vollbringen», sagt Gemeindepräsident Ueli Studer. Es sei möglich, beim «Speck» Einsparungen zu tätigen, aber als Gemeinde trotzdem attraktiv zu bleiben.