Spital Wallis protestiert gegen Kritik am Chefchirurgen

Die Spitalleitung will sich die Kritik nicht länger gefallen lassen. Sie prüft nun eine Strafanzeige wegen Verletzung des Amtsgeheimnisses.

In einer öffentlichen Stellungnahme 9. September protestiert die Leitung des Spitals Wallis gegen die Art, wie der Chefchirurg des Spitals Sitten in den letzten Wochen vor allem in den westschweizer Medien kritisiert wurde:

«Dieser Wettlauf der Medien bei der Veröffentlichung medizinischer Fakten, die dem Datenschutz der Patienten unterstehen, ist inakzeptabel.» Die Spitalleitung könne dieser Verletzung des Amtsgeheimnisses nicht weiter zusehen und prüfe eine Strafanzeige.

Medizinische Kommission prüft Vorwürfe

Seit Wochen berichten vor allem Medien der Westschweiz über Eingriffe dieses Chefchirurgen, bei denen Patienten das Leben verloren.

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Bildlegende: Spitaldirektor Charles Kleiber wehrt sich gegen die Kritik. Keystone

Die Spitalleitung hat bereits vor Wochen bekannt gegeben, dass sie eine medizinische Kommission eingesetzt habe, die diese Vorwürfe überprüfen solle.

Gleichzeitig hat die Walliser Regierung eine externe Expertise angekündigt. Erste Resultate sollten bereits anfangs nächster Woche vorliegen.