Staatsrat plant im Oberwallis nur noch ein Spital

Der Walliser Staatsrat will die Spitalstandorte Brig und Visp zusammenlegen. Der Standort Visp soll aufgegeben und der Standort Brig in den nächsten acht Jahren ausgebaut werden. Was mit der Spital-Infrastruktur in Visp geschehen wird, ist noch unklar.

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Bildlegende: Esther Waeber-Kalbermatten und Jean-Michel Cina stellen das neue Spitalkonzept vor. Keystone

Der Walliser Staatsrat hat heute vorgestellt, wie er sich die Spitallandschaft in seinem Kanton vorstellt. Die Grundzüge der Walliser Spitalplanung sehen so aus:

  • Das Spital in Visp wird aufgegeben.
  • Das Spital in Brig soll in den nächsten acht Jahren gestärkt und ausgebaut werden.
  • Das Spital Sitten stellt die medizinische Grundversorgung sowie die spezialisierte und hochspezialisierte Medizin sicher.
  • Die Spitäler in Siders und Martigny sind für die medizinische Grundversorgung sowie für die Geriatrie zuständig.
  • In Siders wird die veraltete Klinik Sainte-Claire aufgegeben.

Der Staatsrat spricht sich für den Spitalstandort Brig aus. Gemäss Medienmitteilung sprechen folgende Argumente für Brig: verfügbarer Platz, Aufteilung der Spitalaktivitäten, Machbarkeit, Verkehrserschliessung, Erreichbarkeit und Kosten.

Aufgrund eines sprachregionalen Ungleichgewichts werden 10 bis 15 Stellen in der Administration von Sitten nach Brig verlegt. Sämtliche Stellen des Spitalzentrums Oberwallis (SZO) sollen erhalten bleiben. Was mit dem Spitalstandort in Visp passiert, ist noch unklar, eine Arbeitsgruppe soll dem Staatsrat Vorschläge unterbreiten.