Stadler Rail liefert neue RBS-Züge

Die 14 neuen RBS-Züge, die ab Ende 2018 zwischen Worb und Bern verkehren, werden von Stadler Rail in Bussnang TG produziert. Stadler hat sich in einer öffentlichen Ausschreibung gegen einen anderen Hersteller durchgesetzt.

Zu sehen ist ein Modell des neuen RBS-Zuges. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In den neuen Zügen gibt es fast drei Mal mehr Steh- als Sitzplätze. ZVG

Nach gut 40 Jahren werden die sogenannten «Mandarinli» des Regionalverkehrs Bern-Solothurn (RBS) ersetzt durch neue Züge. Wie der RBS mitteilt, werden diese auf der gesamten Länge von 60 Metern durchgängig sein.

In den neuen Zügen, die von Stadler Rail geliefert werden, stehen voraussichtlich rund 360 Stehplätze sowie hundert Sitzplätze zur Verfügung. Das sind deutlich mehr Stehplätze als in den bisherigen Zügen. «Dank der vielen Stehplätzen wird das Ein- und Aussteigen einfacher», sagt RBS-Sprecher Caspar Lösche. «In den Zügen gibt es mehr Platz und der Fahrplan kann besser eingehalten werden.»

Caspar Lösche verweist auf Umfragen bei den Passagieren und betont, dass viele Leute sich nicht mehr zwingend einen Sitzplatz wünschen. «Die meisten Pendler sind nur fünf Minuten in den Zügen, dann steigen sie schon wieder aus.»

Kunden durften mitreden

Die Beschaffungskosten inklusive Reserveteile betragen 134 Millionen Franken. Beim Beschaffungsverfahren durften auch die RBS-Kunden mitreden. Sie machten davon im Herbst 2014 rege Gebrauch und teilten dem Unternehmen im Rahmen eines sogenannten Crowdsourcing ihre Wünsche mit.

Die S7 zwischen Worb und Bern wird an Werktagen von durchschnittlich 24'000 Fahrgästen benutzt und ist damit die nachfragestärkste Linie der gesamten S-Bahn Bern