Stadt Bern ist gegen einen Campus Burgdorf

Bern wehrt sich dagegen, dass Burgdorf das Departement Wirtschaft, Gesundheit, Soziale Arbeit der Fachhochschule nach Burgdorf zügeln will.

Das Gebäude der Hochschule für Künste. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Nur die Hochschule der Künste würde in Bern bleiben. Dagegen wehrt sich die Bundesstadt. Keystone

Berns Stadtpräsident Alexander Tschäppät sagt, die Äusserungen Burgdorfs seien verständlich, aber aus bildungspolitischer Sicht falsch.

«Es kann nicht sein, dass Burgdorf einen funktionierenden Fachhochschul-Standort zügeln will, nur weil es dort leere Räume hat.» Wenn es so käme, wäre das bildungspolitisch «fatal», sagt Alexander Tschäppät.

Er sei durchaus dafür, dass Burgdorf entschädigt werde, weil die Departemente Technik/Informatik und Architektur, Holz und Bau nach Biel zügeln. Aber nicht mit einem anderen Departement der Fachhochschule, sondern zum Beispiel mit einer anderen Bildungsinstitution.

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Studie zu Burgdorf

Eine Studie im Auftrag der Stadt Burgdorf kommt zum Schluss, ein Campus in Burgdorf mit dem Departement Wirtschaft, Gesundheit und Soziale Arbeit sei am günstigsten. Die Fachhochschule mit je einem Campus in Biel und Bern würde 1054 Millionen Franken kosten - jedoch je ein neuer Campus in Biel und Burgdorf nur 809 Millionen.

Das Kantonsparlament hat vor zwei Jahren entschieden, dass die Departemente aus Burgdorf in den künftigen Campus Biel zügeln sollen. Aber Burgdorf solle ein Fachhochschul-Standort bleiben. In welcher Form, blieb damals offen. Mit Biel und Bern wären das drei Standorte.

Für möglichst wenige Standorte plädiert der Rektor der Berner Fachhochschule, Herbert Binggeli. «Unser Auftrag ist lehren und forschen und das geschieht interdisziplinär. Je weniger Standorte, desto besser arbeiten wir und desto konkurrenzfähiger sind wir.»

Im Moment ist die Erziehungsdirektion des Kantons Bern daran, verschiedene Varianten zu prüfen. In zwei Jahren soll dem Kantonsparlament ein Vorschlag vorgelegt werden. Regierungsrat Bernhard Pulver sagt, er hätte sich gewünscht, dass er Bern und Burgdorf wie in einem Projekt üblich in die Diskussion hätte einbeziehen können. Nun habe sich Burgdorf bereits positioniert. «Das ist vielleicht nicht so optimal, aber das ist halt Politik».